US-Behörde annulliert Patent für "Podcasting"

12. April 2015, 12:53
posten

Ein Unternehmen namens "Personal Audio" hatte Erfindung von Podcasts reklamiert und Abmahnungen verschickt

Nach einem mehr als fünf Jahre dauernden Rechtsstreit hat das US-Patentamt ein Patent für Podcasting annulliert. Die Firma "Personal Audio" hatte die Technologie einst angemeldet und daraufhin Abmahnungen verschickt. In einem Prozess mit dem Medienkonzern CBS konnte "Personal Audio" sogar 1,3 Millionen Dollar lukrieren. Die Internetaktivisten der Electronic Frontier Foundation (EFF) hatten von Beginn an gegen das Patent gekämpft. Podcasting habe es schon lange vor "Personal Audio" gegeben, so die EFF, die diese Verordnung auf eine schwarze Patent-Liste setzte.

Angst vor Prozessen

Jetzt hat die EFF eine Annulierung des Patents durchsetzen können. Der Rechtsstreit dazu war laut Heise erstmals mit Crowdfunding finanziert worden. "Personal Audio" darf nun nicht mehr reklamieren, Podcasting erfunden zu haben. In den meisten Fällen hatten abgemahnte Podcaster aus Angst vor einem langwierigen und kostspieligen Prozess auf das Gerichtsverfahren verzichtet und einfach nachgegeben. (fsc, 12.4.2015)

Links:

Heise

  • Podcasts erfreuen sich wieder Beliebtheit - das Prinzip darf nicht patentiert werden, erklärt jetzt das US-Patentamt
    foto: reuters/jackson

    Podcasts erfreuen sich wieder Beliebtheit - das Prinzip darf nicht patentiert werden, erklärt jetzt das US-Patentamt

Share if you care.