Sturm putzt Altach einfach nur weg

11. April 2015, 17:57
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Schützenfest in Graz: 5:0 gegen hilflose Vorarlberger - Die gute Nachricht: Platz drei als Belohnung - Die schlechte: Kreuzbandriss bei Stankovic

Graz - Sturm Graz ist die neue Nummer drei in der Fußball-Bundesliga. Die Steirer setzten sich am Samstag zum Auftakt der 28. Runde im direkten Duell um Rang drei völlig verdient gegen Altach 5:0 (2:0) durch und zogen am Aufsteiger vorbei. Die Vorarlberger liegen zwei Zähler dahinter, haben aber die Chance, am Mittwoch mit einem Sieg im Nachtrag gegen Wiener Neustadt wieder auf Rang drei vorzustoßen.

Thorsten Schick (9.), Donis Avdijaj (45.), Roman Kienast (62.) und der 19-jährige Andreas Gruber mit seinen ersten beiden Bundesligatoren (63., 82.) machten den sechsten Sieg der Grazer in den jüngsten sieben Ligaspielen perfekt. Zudem war es der vierte Heimsieg für die Truppe von Chefcoach Franco Foda hintereinander. Sturm ist damit auch weiterhin in der daheim gegen Altach unbesiegt, holte dabei im achten Spiel schon den siebenten Sieg.

Stankovics Ende

Für die Grazer gab es trotzdem auch schlechte Nachrichten. Marko Stankovic verdrehte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde das Knie und erlitt nach erster Diagnose einen Kreuzbandriss im linken Knie. Schon beim Aufwärmen hatte sich Anel Hadzic am Oberschenkel verletzt und deshalb für die Partie passen müssen. Für die Altacher war es die nächste Klatsche nach dem 0:4 am Mittwoch im Cup-Viertelfinale gegen Salzburg.

Bei Sturm war gegenüber dem 2:1-Sieg in Ried mit der Hereinnahme von Simon Piesinger für den erkrankten Daniel Offenbacher nur eine Umstellung geplant. Durch die Verletzung von Hadzic rückte aber auch noch der junge Sandi Lovric in letzter Minute in die Anfangsformation. Die war bei den Altachern im Vergleich zum Mittwoch wie erwartet nicht wieder zu erkennen. Nur das Abwehrtrio Cesar Ortiz, Jan Zwischenbrugger und Alexander Pöllhuber blieb in der Mannschaft.

Die Altacher blieben aber vor der Pause wie zuletzt beim 0:4 gegen Salzburg vieles schuldig. Die Grazer legten vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller überfallsartig los und wären beinahe nach 30 Sekunden schon in Führung gegangen. Andreas Lukse wehrte einen Stankovic-Schuss über die Latte ab. Das Grazer Publikum durfte aber bald jubeln. Eine von Avdijaj und Kienast gut eingeleitete Aktion schloss Schick ziemlich fein mit dem schwächeren linken Fuß zum 1:0 (9.) ab.

Junge Rakete zündet

Sturm kombinierte und dominierte nach Belieben, als ob die Altacher am Rasen angeschraubt gewesen wären. Bei den Vorarlbergern konnte sich einzig Ivan Kovacec das eine oder andere Mal in Szene setzen, bei dessen Schuss war Christian Gratzei aber am Posten (32.). Die Hausherren waren dem 2:0 näher und machten es während eines in der Schlussphase der ersten Hälfte wütenden Gewitters auch noch. Avdijaj ließ Pöllhuber und Ortiz aussteigen und traf ins kurze Eck (45.). Die Schalke-Leihgabe hat damit in den letzten drei Partien immer getroffen.

Nach der Pause rochen die Altacher zumindest in die gegnerische Hälfte, das spielte wiederum Sturm in die Karten. Nach Schick-Vorarbeit ließ Kienast Altachs Innenverteidiger-Duo schlecht aussehen und vollendete zum 3:0 (62.). Gleich darauf schloss Gruber einen Bilderbuchkonter ab, nachdem Avdijaj uneigennützig quergespielt hatte (63.).

In der Folge wäre die Annihilation möglich gewesen, im Abschluss fehlte aber die Konsequenz. Ein Lovric-Weitschuss ging daneben (71.), Gratzei parierte einen Schick-Schuss (72.) und Gruber traf nur die Stange (77.). Nachdem schon zuvor mehrmals die Welle durchs Stadion gegangen war, schlugen die Steirer aber nochmals zu. Der starke und blutjunge Gruber war neuerlich nach Avdijaj-Vorarbeit erfolgreich (82.). (APA/red, 11.4.2015)

Fußball-Bundesliga (28. Runde)

SK Sturm Graz - SCR Altach 5:0 (2:0). Graz, UPC-Arena, 12.385, SR Muckenhammer.

Tore: 1:0 ( 9.) Schick, 2:0 (45.) Avdijaj, 3:0 (62.) Kienast, 4:0 (63.) Gruber, 5:0 (82.) Gruber

Sturm Graz: Gratzei - Ehrenreich, Madl, Spendlhofer (85. Kamavuaka), Klem - Lovric (81. Beichler), Piesinger - Schick, M. Stankovic (38. Gruber), Avdijaj - Kienast

Altach: Lukse - Lienhart, Ortiz, A. Pöllhuber (46. Seeger), Zwischenbrugger, Schreiner - Luxbacher (46. Salomon), Roth, Prokopic, Kovacec - Bodul (68. Tajouri)

Gelbe Karten: Lovric bzw. Roth

  • Roman Kienast jubelt schön.
    foto: apa/scheriau

    Roman Kienast jubelt schön.

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