Der große Zauber für Bayern, HSV inferior

11. April 2015, 17:40
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Traumtor und Doppelpack des Polen besiegelt 3:0-Sieg über Frankfurt - Gladbach besser als Dortmund - Kein Lebenszeichen in Hamburg bei 0:2 gegen Wolfsburg

Der FC Bayern marschiert weiter souverän dem neuerlichen Gewinn des deutschen Fußball-Meistertitels entgegen. Die Münchner besiegten in der 28. Bundesliga-Runde am Samstag Eintracht Frankfurt vor eigenem Publikum mit 3:0 und lagen damit vorläufig 13 Punkte vor dem VfL Wolfsburg, der im Abendspiel beim Hamburger SV gastierte.

Borussia Mönchengladbach festigte den dritten Platz durch einen 3:1-Heimerfolg über Vizemeister Borussia Dortmund, der damit wohl nur noch via DFB-Pokal das internationale Geschäft erreichen kann. Bayer Leverkusen sicherte Rang vier dank eines 3:2 in Mainz ab. Die fünftplatzierten Schalker liegen nach einem 0:0 in Gelsenkirchen gegen Freiburg schon zehn Zähler hinter der Werkself. Paderborn schöpfte mit einem 2:1 über Augsburg wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

In München war der ohne den verletzten David Alaba angetretene Tabellenführer gegen Frankfurt jederzeit Herr des Geschehens. Matchwinner war Robert Lewandowksi. In der 15. Minute traf er - allerdings aus abseitsverdächtiger Position - mit einem sehenswerten Volley ins Kreuzeck, in der 66. Minute war der Pole per Kopf aus kurzer Distanz zur Stelle. Ein Schuss von Thomas Müller aus spitzem Winkel (82.) bedeutete den Endstand.

Dortmund hinkt, Mainz auch

Der große Rivale der Bayern in den vergangenen Jahren, Vizemeister Borussia Dortmund, geriet in Mönchengladbach bereits nach 30 Sekunden durch Oscar Wendt in Rückstand. Damit kassierte der BVB schon zum dritten Mal in dieser Saison in der ersten Minute ein Gegentor. Für das 2:0 der Gladbacher, die auf den verletzten Martin Stranzl verzichten mussten, zeichnete Raffael nach idealer Vorarbeit von Patrick Herrmann verantwortlich (32.). In der 67. Minute legte Haavard Nordveit noch einmal nach. Ilkay Gündogan betrieb in der 77. Minute Resultatskosmetik für die Dortmunder.

Einziger am Samstag eingesetzter Österreicher war Julian Baumgartlinger, der bei der 2:3-Heimniederlage von Mainz gegen Leverkusen in der 82. Minute als Kapitän ausgewechselt wurde. Sein ÖFB-Teamkollege Christian Fuchs stand bei der Nullnummer von Schalke nicht im Kader. Die "Königsblauen", bei denen Julian Draxler im Finish nach über fünf Monaten Pause sein Comeback gab, sind damit wohl aus dem Rennen um eine Teilnahme an der kommenden Champions-League-Saison und hatten bei einem durch Freiburgs Julian Schuster (59.) vergebenen Elfmeter Glück.

Einen wichtigen Sieg feierte der SC Paderborn. Aufgrund des 2:1 gegen Augsburg (Alexander Manninger auf der Bank) verbesserte sich der Aufsteiger zumindest vorerst auf Platz 16, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt.

Licht aus

Der Hamburger SV kommt dem Abstieg derweil immer näher. Die Hanseaten verloren gegen den VfL Wolfsburg mit 0:2 und rutschten nach der vierten Niederlage in Folge auf den 17. Tabellenplatz ab. Der HSV blieb zudem im fünften Spiel in Serie ohne Treffer. Verteidiger Johan Djourou musste in der 88. Minute auch noch mit Gelb-Rot vom Platz.

Klubchef Dietmar Beiersdorfer will den Rest der Spielzeit auf jeden Fall mit Peter Knäbel als Coach durchziehen. "Ja, das schließe ich aus", antwortete der HSV-Vorstandsvorsitzende am Sonntag auf bohrende Fragen nach einem erneuten Wechsel auf der Trainerbank. "Wir müssen jetzt zusammenrücken und uns sammeln. Es sind ja noch 18 Punkte zu vergeben."

Die Wolfsburger festigten indes den zweiten Platz hinter dem souveränen Spitzenreiter Bayern München, haben aber nach wie vor zehn Punkte Rückstand auf Platz eins. Joshua Guilavogui (10.) und Daniel Caligiuri (73.) sorgten für die Treffer zum verdienten Erfolg (APA/Red, 11.4.2015)

Ergebnisse Deutschland - 28. Runde, Samstag 11.4.2015:

FC Schalke 04 - SC Freiburg 0:0
FSV Mainz 05 - Bayer 04 Leverkusen 2:3
Bayern München - Eintracht Frankfurt 3:0
Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 3:1
SC Paderborn 07 - FC Augsburg 2:1

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    foto: reuters/dalder

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