Oklahoma plant Hinrichtungen mit Stickstoff

10. April 2015, 23:04
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Alternative zu umstrittenen Giftspritzen

Washington - Angesichts der Probleme mit der Giftspritze suchen US-Bundesstaaten weiter nach Alternativen für die Vollstreckung der Todesstrafe: Während Utah Ende März das Erschießen als Hinrichtungsmethode wieder einführte, plant Oklahoma den Einsatz von Stickstoff. Gouverneurin Mary Fallin könnte das am Donnerstag vom Parlament beschlossene Gesetz noch am Freitag unterzeichnen.

Durch den Sauerstoffmangel verliere der Todeskandidat binnen acht bis zehn Sekunden das Bewusstsein und sterbe einige Minuten später, sagte der republikanische Parlamentarier Mike Christian. "In anderen Worten: Ein humaner, schneller und schmerzfreier Tod." Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im Jänner die Vollstreckung von drei Todesurteilen in Oklahoma ausgesetzt. Der Supreme Court reagierte damit auf Einsprüche gegen die vorgesehene Giftmischung, die nach Ansicht der Todeskandidaten gegen das verfassungsrechtliche Verbot grausamer Bestrafung verstößt.

Ende des Monats wollen sich die Obersten Richter in Washington mit der Verfassungsmäßigkeit der Giftinjektionen beschäftigen. Eine Reihe von qualvollen Hinrichtungen hatte zuletzt eine Debatte über die verwendeten Giftmischungen ausgelöst. Die US-Behörden griffen in jüngster Zeit immer wieder auf kaum erprobte Mischungen zurück, weil sich europäische Pharmafirmen weigern, das zuvor eingesetzte Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern. (APA, 10.4.2015)

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