Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Bomben und zwei Flaschen Kognak

11. April 2015, 09:00
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1945. Nazideutschland liegt in den letzten Zügen - Erinnerungen an Tod und neues Leben am Ende eines Katastrophenregimes

Als sich meine Großmutter am 12. März 1945 nach einem Besuch bei ihrem schwerkranken Mann, meinem Großvater - er lag mit heftigen Koliken und hohem Fieber im Wiedner Spital in der Favoritenstraße -, gleich bei der Staatsoper auf dem Fußmarsch zurück in ihren Heimatbezirk Hernals befand, heulten die Sirenen. Sie kündeten, wie es hernach zur Gewissheit werden sollte, nicht weniger als den schwersten Bombenangriff der Alliierten auf das Stadtzentrum von Wien an. Eine junge Frau mit einem Kind im Arm, erzählte Großmutter später, habe ihr zugerufen, sie solle sich mit ihr in den Keller des Philipphofs begeben, wo man selbst vor schweren Bombentreffern sicher sei.

Unter dem vom bedeutenden Architekten Carl König geplanten, in den Jahren 1883/1884 für den Bankier Zierer errichteten Geschäftshaus und Wohnpalast zwischen Albertina- und Lobkowitzplatz war während des Zweiten Weltkriegs ein Luftschutzkeller eingerichtet worden, der auch den Bewohnern der umliegenden Häuser und Passanten eine sichere Zuflucht bieten sollte. Doch der Philipphof stürzte an diesem Tag unter dem schweren Bombenhagel in sich zusammen und begrub vermutlich weit mehr als 300 Schutzsuchende unter seinen Trümmern, die höchste Zahl an zivilen Todesopfern, die in Wien je registiert wurden. Nur rund 180 Leichen konnten geborgen werden, die genaue Zahl der Toten, die bis heute an diesem Ort unter der Erde liegen, ist nicht bekannt.

Richtung Westösterreich

Großmutter, eine Gymnasiallehrerin für Englisch und Deutsch, überlebte unverletzt ein paar Straßen weiter unter einem Hauseingang. Sie scheute zeitlebens große Menschenansammlungen - warum sie freilich der Einladung der jungen Mutter nicht gefolgt war, konnte sie sich später selbst nicht mehr erklären. Aufgrund des Eindrucks, nur durch Glück überlebt zu haben, und der immer schlechter werdenden Versorgungslage in Wien entschied Großmutter wenig später, sich in Richtung Westösterreich aufzumachen. Denn sie trug ein Kind unter dem Herzen: meinen Vater. Auch Großvater, der, vom Kriegsdienst in Griechenland entlassen, durch eine Operation am 21. März mit Ach und Krach einen Gallenblasendurchbruch überlebt hatte, drängte sie nun dazu, Wien zu verlassen.

Der Zug, den Großmutter am 5. April 1945 bestieg, wurde mehrmals wegen Tieffliegeralarms und schwerer Gleisschäden nach gezielten Luftangriffen auf die Westbahnstrecke angehalten, sodass die Reise drei Tage lang dauerte. "Oberösterreich ist voll", habe es dann geheißen, doch als sich die Möglichkeit dazu bot, sprang sie aus dem Zug. Schließlich erreichte Großmutter doch noch in völliger Erschöpfung ihr Ziel: Zell am Moos am Irrsee.

Auf den in der Grenzregion zum Salzburgerland gelegenen, bäuerlich geprägten Badeort am Rande des touristischen Salzkammerguts war im Frühjahr 1932 die damals 15-jährige Großmutter durch eine Annonce in einer Wiener Zeitung aufmerksam geworden, als ihre Eltern auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Sommerfrische nicht fündig werden wollten. Großmutter sollte ab diesem Jahr als Sommergast immer wieder an den Irrsee zurückkehren und in verschiedenen Bauernhäusern Ur-laub machen.

Im Frühjahr 1945 nahm man die schwangere Frau mit offenen Armen auf dem Gut des "Schuster Franz" auf. Nach Kriegsende machte sich Großvater, ein sportlicher Turn- und Geografielehrer, mit dem Fahrrad auf den Weg nach Zell am Moos, durchschwamm unter abenteuerlichen und gefährlichen Umständen die Enns und erreichte schließlich abgemagert bis auf die Knochen sein Ziel. "Des hätt' i ned denkt, dass der Herr nu aufkimmt", soll sich die Bäuerin gefreut haben, dass Großvater, in dessen Leib bei seiner Ankunft angeblich noch Operationsschläuche steckten, alle körperlichen Qualen überlebt hatte.

Mein Vater kam im Sommer 1945 gesund im nahen Mondsee auf die Welt. Großmutter vermerkte dazu, wenig charmant, in ihrem Säuglingstagebuch: "Unser Sohn Georg wurde um 9 Uhr 15 in Mondsee im Krankenhaus geboren. Er war ein ziemliches Bröckerl: 3,75 kg, und seine Länge war 52 cm. Haare hatte er wie ein Igel Stachel, seine Haut war bläulich, seine allererste Tätigkeit war Daumenlutschen, außer dem üblichen Geschrei. Also - intelligent - häßlich - aber! - interessant häßlich. Im übrigen glich er ganz seinem Papa, der im ersten Augenblick von dem Äußeren seines Sohnes wenig erbaut war und erst, als man ihm versicherte, wie ähnlich er ihm sähe, doch einige Schönheiten an seinem Kind entdeckte. Die Flasche Kognak ist verloren!" Großvater hatte mit einem Bekannten gewettet, dass ihm ein Mädchen geschenkt werden würde, nahm die Wettschuld aber gerne in Kauf, weil er sich, wie üblich bei Erstgeborenen, einen Sohn gewünscht hatte.

Mein Vater verbrachte sein erstes Lebensjahr mit seinen Eltern in Zell am Moos, bis sich die Lage nach Kriegsende in Wien, wo er zur Schule gehen und Geschichte studieren sollte, gebessert hatte. Die ihm bereits in die Wiege gelegte Beziehung zu seinem Geburtsort Mondsee blieb indes immer aufrecht und vertiefte sich noch durch die Heirat mit meiner Mutter, die aus dem Ort seines ersten Lebensjahres stammt.

Ebendort war vor einigen Jahren die gebürtige Dresdenerin Monika Kunze, Witwe des Geschichte- und Deutschlehrers meiner Mutter, zu Gast. Nachdem wir Kaffee getrunken hatten, wurde Frau Kunze, deren sächsischer Zungenschlag über die Jahre nur einen schwachen voralpinen Einschlag erhalten hatte, bei einem Glas Rotwein zusehends gesprächiger und machte Andeutungen zu den traumatischen Erfahrungen während der und nach den Luftangriffen auf Dresden Mitte Februar 1945, einen Monat nach dem Zusammensturz des Philipphofs in Wien. Man musste kein Psychologe sein, um zu spüren, dass die Geschehnisse Frau Kunze fast 70 Jahre später noch immer enorm aufwühlten.

Seit diesem Tag besuche ich Frau Kunze oft in ihrer stilvollen Wohnung am Mondsee, von deren Veranda aus man einen zauberhaften Blick auf den See und den Schafberg hat. Das lange Leben hat Frau Kunze, deren elegantes Auftreten und wacher Geist mich stets beeindrucken, mehr abverlangt, als man es für möglich halten würde; wenn sie von den Bombenangriffen auf Dresden erzählt, bekommt Frau Kunze aber heute noch eine stockende, zittrige Stimme und feuchte Augen. Das Geschehene, so ihr Wunsch, solle niemals dem Vergessen anheimfallen.

Monika Lucie Gertraude Kunze, geborene Slotta, kam Ende Jänner 1920 in Dresden zur Welt. Als sie in die Schule kam, verließ der Vater die Familie. Er habe fortan nur noch "einmischende, kluge und hochtrabende Briefe" geschrieben, jedoch nichts zur Versorgung der Kinder beigetragen. Daher musste sich Monika Kunze gleich nach der Volksschule auf die Suche nach einer geeigneten Lehrstelle machen und fand eine solche im Dresdner Stadtzentrum in einem traditionsreichen Silber- und Stahlwarengeschäft.

Nach dem Abschluss der Lehre und der Kaufmannsgehilfenprüfung erhielt sie eine Stelle als Chefsekretärin im Teekanne-Konzern. "Ich war ein junges Ding, es gab einen Adolf Hitler. Wir waren für ihn, denn wir konnten in die Oper gehen, turnen, schwimmen und wandern. Ich wollte mich unbedingt im BdM engagieren. Meine Mutter, die sofort gegen Hitler war, verbot mir aber, mich aktiv mit diesen Leuten einzulassen. Nach einer Weile wandte ich mich selbst auch von dieser Sache ab", erinnert sich Frau Kunze an diese Zeit.

Von Hitler und dessen Krieg letztendlich angewidert, habe sie Angst gehabt, dass man sie für einen "kriegswichtigen Betrieb" verpflichten würde. So sei sie zum "Luftgaukommando" gegangen, um sich für das Ausland zu melden. Monika Kunze nahm bald darauf eine Stelle auf dem Feldgericht von Athen, dessen alltägliches Leben von bedrückender Armut und Hungersnot geprägt gewesen sei, an. Sie habe in Athen eine angenehme Zeit verbracht, mit Kriegsgerichtsräten und Offizieren im "Hotel Grande Bretagne" gespeist und dazu Samoswein getrunken.

Beim Besorgen von Essensmarken habe sie "blitzartig die große Liebe" kennengelernt, den "Verpflegsunteroffizier" Franz Kapl aus dem Mühlviertel. Nach einem Jahr in Athen und der Verlobung am Heiligen Abend 1941 wurde sie schwanger. Die Hochzeit feierte man in Dresden, danach ging es wieder zurück nach Athen. Zwar konnte die Schwangerschaft noch längere Zeit geheim gehalten werden, schließlich musste Monika Kunze jedoch gegen ihren Willen zurück nach Dresden, wo sie ihren Sohn im Lazarett zur Welt brachte. Während ihr Mann in Athen weiter seinen Dienst versah, habe sie ihren Sohn in Dresden an seinen Vater gewöhnen wollen, indem er jeden Tag seinem Fotoabbild gute Nacht wünschen sollte.

Monika Kunze war als Laienhelferin ausgebildet und konnte Notverbände anlegen. Schon vor dem furchtbaren Angriff am 13. Februar 1945 sei man oft im Keller des Wohnhauses in Dresden-Leutewitz gewesen, wenn Berlin oder andere Ziele in der Nähe "drankamen"; im Fall von Dresden habe es sich stets nur um Warnungen gehandelt. Der kleine Sohn sei immer sehr brav gewesen, wenn sie ihn mitten in der Nacht aus dem Schlaf habe reißen müssen, um ihm schnell ein Mäntelchen anzuziehen und in den Keller zu gehen.

Der 13. Februar 1945, ein Faschingsdienstag, war in ihrer Erinnerung ein heiterer, kalter Wintertag, an dem vereinzelt Schneeflocken vom Himmel wirbelten, gefolgt von einer sternenklaren Nacht. Dresden sei zuvor zur Lazarettstadt erklärt worden, Schulen, Krankenhäuser und Turnhallen hätten das rote Kreuz auf dem Dach gehabt und seien voll besetzt gewesen. Es habe weder wichti- ge militärische Ziele noch eine funktionierende Flugabwehr und Schutzbunker in der Stadt gegeben. "Wir haben bis zuletzt nicht gedacht, dass man Dresden bombardieren würde. Es war fünf Minuten vor Kriegsende", wundert sich Frau Kunze noch heute.

An diesem 13. Februar 1945 sei gegen 21.45 Uhr Fliegeralarm ertönt. Es ist erstaunlich, dass Frau Kunze selbst die Zeitpunkte der Bombardements im Gedächtnis behalten hat. Man habe die Bomber gehört, alle hätten geschrien. "Hinhocken, die Arme um die Knie nehmen, klein machen", habe sie, die Laienhelferin, als Jüngste im Haus im Keller die anderen kommandiert. "Die haben mir gefolgt wie Kinder", staunt Frau Kunze.

"Der erste Angriff war gegen 22.15 Uhr mit Sprengbomben, Splitterbomben und Luftminen, die Stadt war von Lichtkaskaden, die wie strahlende Christbäume aussahen, hell erleuchtet worden, dann kam in der Aschermittwochnacht gegen halb zwei Uhr Früh der zweite Angriff, Brandbomben und Luftminen. Durch die platzen im Keller die Lungen, wenn das Haus getroffen wird. Am 14. Februar erfolgte gegen Mittag der dritte Angriff, bei dem man auch viele Verwundete, die an das Elbufer gebracht worden waren, im Tiefflug erwischte." Sie sehe die Gräuel wieder vor sich und höre das Getöse des Untergangs, wenn sie davon erzähle. "Mir geht heute noch die Ganslhaut über", beschreibt Monika Kunze ihre Gefühlslage. Als es vorbei war, sei man nach draußen gegangen und dort erstarrt: "Wir sahen Dresden in einer Fackel lichterloh brennen, lichterloh!"

Die historische Forschung geht heute davon aus, dass höchstens 25.000 Menschen durch die Angriffswellen zu Tode gekommen sind. Frau Kunze ist davon überzeugt, dass die Zahl der Toten viel höher war. Die wahre Anzahl sei nicht feststellbar, weil sich zum Zeitpunkt der Bombenangriffe tausende Flüchtlinge aus dem Osten in drei Bahnhöfen und viele Verletzte in den Lazaretten aufgehalten hätten. "Die Anzahl der Toten wird immer mehr verniedlicht. Ich habe Zeitungsberichte ausgeschnitten, in denen von 500.000 Opfern geschrieben wurde", sagt Monika Kunze. "Ich habe viele Tote beweint und gedacht, nie wieder lachen zu können. Tagelang war Dresden eine Fackel. Es gab keinen Strom, und doch konnte man nachts im Feuerschein lesen. Kein Wasser, keine Lebensmittel. Niemand, der es nicht erlebt hat, kann sich den Hunger vorstellen, der dann ausbrach."

Die Stadt sei übersät mit "zusammengeschrumpften", verbrannten Leichen" gewesen. "Ich konnte jahrelang nichts Verbranntes riechen", erinnert sich Frau Kunze. Es sei ein Massensterben gewesen, tausende Menschen seien nie identifiziert, in Massengräbern verscharrt oder eingeäschert worden, ehe am 8. Mai "die Russen" gekommen seien. "Nun hieß es: ,Frauen und Kinder die Stadt verlassen!' Wir konnten uns nicht einmal verabschieden. Ich nahm mein Fahrrad, hinten daran befestigte ich den Kinderwagen, und ich schob und schob. Wehrmachtssoldaten nahmen uns in Richtung Tschechoslowakei auf dem Lastwagen mit." Fremde Menschen hätten sie auf der Flucht im Gebiet von Tetschen-Bodenbach, heute Teil der Tschechischen Republik, aufgenommen. Dort tauchten jedoch plötzlich russische Soldaten auf.

Es sei mit dem Gewehr an die Tür geklopft worden, man sei sofort geplündert worden. Eine Flasche Kognak, die sie "für alle Fälle" dabeigehabt habe, Würfelzucker und das Fahrrad seien ihr von einer Russin sofort abgenommen worden. In der Nacht seien weitere Russen gekommen, sie habe ihren Sohn in den Armen gehalten und die Männer mit ihrer Mittelscheitelfrisur vielleicht an deren Mama erinnert, zudem habe sie sich als verrückt ausgegeben. "Die waren aus dem russischen Hintertupfing", bemerkt Frau Kunze mit Genugtuung. Durch Glück sei sie also einer Vergewaltigung entgangen, der blonden Tochter der Gastgeber sei es schlechter ergangen. "Plünderfreiheit und alles, was sie machen wollten, fünf Tage lang. Die Russen haben vergewaltigt und geplündert, aber sie waren nicht so schlimm wie die Tschechen, wie man mich warnte. Daher fuhr ich mit einem Viehwagen über Pirna lieber zurück nach Dresden."

Ein halbes Jahr nach Kriegsende hieß es, sie könne mit ihrem dreijährigen Sohn nach Österreich repatriiert werden. "Der Junge hatte einen aufgeblähten Bauch, und ich selbst war auch ganz aufgeschwemmt von lauter Wasser mit fast nichts." Monika Kunze verabschiedete sich diesmal von ihrer Mutter und den Großeltern. Sie landete mit ihrem Sohn zunächst in Wien, wo die beiden in einer Schule im britischen Besatzungssektor aufgenommen wurden.

Schließlich durfte man nach Oberösterreich reisen, durch Bestechung russischer Soldaten habe man mit anderen Leuten die Enns überwinden können. Von Verwandten ihres Mannes in Hörsching empfangen, konnte sie nach Mondsee weiterfahren, wo Franz Kapl bereits eine Stelle als Gendarm angenommen hatte. Vater und Sohn, die einander "nur vom Bild und vom Bussigeben" kannten, trafen erstmals aufeinander. Der Sohn war bereits etwas über drei Jahre alt. "Franzl war ein bildschöner Mann, aber aus einer Kristallschale kann man keine Suppe essen." Der Gendarm liebte wohl seine Frau, nicht aber die Rolle als Vater.

Erst viele Jahre später, nachdem er getrennt von der Familie eine Stelle als Postenkommandant in Bad Ischl angenommen und ein Kind mit einer Urenkelin von Kaiser Franz Joseph bekommen hatte, ließ man sich voneinander scheiden. Mit 53 Jahren heiratete die Sächsin ein zweites Mal, den in Mondsee hochangesehenen Walter Kunze. Mit ihm habe sie bis zu dessen Tod schöne gemeinsame Jahre verbracht. Nach schwierigem Beginn "als Deitsche" gehört Frau Kunze, die tagein, tagaus ausgedehnte Spaziergänge mit ihrer Hündin Donna unternimmt, indes zu Mondsee wie der Zwinger zu Dresden.

Ich bin froh, dass ich Monika Kunze als Zeitzeugin der schrecklichen Bombenangriffe auf Dresden, die heute zur kollektiven Erinnerung der Deutschen gehören, kennenlernen und ihre Geschichte zu Papier bringen durfte. Das habe ich auch dem Umstand zu verdanken, dass Großmutter einen Monat später in Wien durch Glück, Zufall oder Unbekümmertheit intuitiv die richtige Entscheidung getroffen hat, wodurch sie und mein ungeborener Vater nicht im vermeintlich sicheren Keller des Philipphofs begraben worden sind. Großmutter selbst konnte ich zuletzt nicht mehr zu den Luftangriffen auf Wien befragen. Sie hatte sich, bereits viele Jahre bevor sie im Jahr 2011 starb, von dieser Welt entfernt. Frau Kunze und ich aber sind in diesen Tagen mehr denn je durch zwei Geschichten von Bomben und je einer Flasche Kognak miteinander verbunden. (Georg Christoph Heilingsetzer, DER STANDARD, 11.4.2015)


Georg Christoph Heilingsetzer, Jg. 1977, Studium der Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie sowie der Psychologie in Wien. MMag. phil., Klinischer und Gesundheitspsychologe, Fotograf, Filmemacher und freier Autor u. a. für die "Frankfurter Allgemeine", "SZ" und "Die Welt" . Lebt in Wien und am Irrsee (OÖ).

  • "Die Sirenen kündeten nicht weniger als den schwersten Bombenangriff der Alliierten auf Wien an": Staatsoper, 1945.
    foto: foto: önb bildarchiv / picturedesk

    "Die Sirenen kündeten nicht weniger als den schwersten Bombenangriff der Alliierten auf Wien an": Staatsoper, 1945.

  • "Seine Haut war bläulich, seine allererste Tätigkeit war Daumenlutschen" : Georg, "ein ziemliches Bröckerl", erblickt im Sommer 1945 in Mondsee das Licht der Welt.
    foto: privat/heilingsetzer

    "Seine Haut war bläulich, seine allererste Tätigkeit war Daumenlutschen" : Georg, "ein ziemliches Bröckerl", erblickt im Sommer 1945 in Mondsee das Licht der Welt.

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  • Die nachmalige Frau Kunze war indes im selben Jahr in den Kellern von Dresden  als Laienhelferin tätig und kümmerte sich um die Menschen, die bombardiert  wurden.
    foto: privat/heilingsetzer

    Die nachmalige Frau Kunze war indes im selben Jahr in den Kellern von Dresden als Laienhelferin tätig und kümmerte sich um die Menschen, die bombardiert wurden.

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