Risiko von Ebola-Ausbreitung laut WHO gesunken

10. April 2015, 15:59
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Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" betonte jedoch, die Seuche sei nicht unter Kontrolle

Gut ein Jahr nach dem Ausbruch der meist tödlich verlaufenden Ebola-Seuche in Westafrika ist das Risiko eines Übergreifens auf weitere Länder nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation gesunken. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt, berichtet die WHO.

Die Organisation hatte die Viruserkrankung im August zu einer internationalen Notlage erklärt. Die Experten hielten an dieser Einschätzung fest, sagte der Ebola-Beauftragte Bruce Aylward.

Weniger Infektionen

Vom jüngsten Ebola-Ausbruch sind vor allem Guinea, Liberia und Sierra Leone betroffen. Zwar konnte die Seuche dank der internationalen Anstrengungen zurückgedrängt werden. Es gibt aber immer noch Ansteckungen. Die Zahl sank in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen betonte, die Seuche sei nicht unter Kontrolle. Bei der Hälfte der Fälle wisse man nicht, wie sich die Patienten angesteckt hätten. Die Experten beklagten, dass in einigen Ortschaften in Guinea bezweifelt werde, dass es Ebola überhaupt gebe. Andere Menschen wollten die Behandlungszentren unbedingt meiden. Deswegen müsse noch besser aufgeklärt werden.

Ebola war zuletzt im Dezember 2013 ausgebrochen. Seitdem wurden der WHO 25.515 Fälle gemeldet. 10.572 davon verliefen tödlich. (APA, derStandard.at, 10.4.2015)

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