Draußen sein mit ... den wasserdichten Handyschutzhüllen von Loksak

12. April 2015, 15:00
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Auch der Touchscreen kann damit noch bedient werden

Natürlich tut es im Alltag auch ein Gefrierbeutel. Oder ein dünnes Nylonsackerl. Oder ein Gackisacki. Unbenutzt, eh klar. Weil: Vor Spritzwasser, Schweiß, Staub und Sand schützt so gut wie jede Plastikfolie, die man um ein Handy (und wasweißdennichnochalles) herumwickelt, halbwegs passabel. Bloß: Es gibt dann eben auch Momente, in denen sich bei der Zertifizierung "halbwegs" dann die anderen 50 Prozent offenbaren.

Ich habe auf diese Art einmal ein iPhone buchstäblich ertränkt: in einer der Außentasche einer goretexfolierten Jacke ins Gackisacki gepackt bei einem Lauf bei wirklich starkem Regen: Die Jacke und die Tasche hielten dich. Aber der Zip nicht. Und das Wasser fand seinen Weg in den zwar nur wasserabweisenden schwarzen Dog-Turd-Sack - und blieb dort: Handy tot. Da half nicht mal mehr die 48-Stunden-im-Reis-trocknen-Nummer. Aber: Selber Schuld, gar keine Frage.

foto: thomas rottenberg

Seither bin ich vorsichtig. Vielleicht übervorsichtig: Weil keiner meiner Trailrucksäcke wirklich trocken hält und ich keine Lust habe, Wechselshirt und/oder warme/trockene Jacke im Wald schweißnass aus dem Sack zu ziehen, kommt Anziehzeug immer ins Plastiksackerl. Und weil ich nicht drüber Nachdenken will, ob Regen, Schweiß und Co mein Handy erreichen, oder ob ein Stolperer bei ein paar Schritten durchs oder im Bachbett sauteuer werden kann, stecken Smartphone & Co seither in Tiefkühlbeuteln.

Wirklich dicht

Respektive, seit mir ein PR-Mensch ein Dutzend der Dinger auf den Tisch legte, in den "aLoksak"-Smartphonehüllen der Firma Loksak: Die 0,1524 mm Hightech PE-Folie, die angeblich - so der Text auf der Homepage - "frei von BPA oder schädlichen Chemikalien" ist und die bei den Parametern "Durchstoßfestigkeit" und "Reißfestigkeit" Werte aufweist, die - heißt es - jeden Techniker ehrfürchtig erblassen lassen, ist für Temperaturbereiche von −40°C bis +60°C sowie bis 60 m unter der Wasseroberfläche als dicht zertifiziert ("Scuba Schools International Certified" heißt das). Außerdem: "Zugelassen von FDA (Food and Drug Administration, USA) und NSA (National Security Agency, USA) zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und biologischen Risikostoffen." Im Flugzeug darf man damit sogar das Deo mit ins Handgepäck nehmen …

foto: thomas rottenberg

Oder einfacher formuliert Die Hüllen halten dicht. Wasser, Sand, Wind, Geruch, whatever. Nicht nur einmal, sondern dauerhaft. Die dafür verwendete 3-fach-Dichtlippe hat sich das US-Unternehmen patentieren lassen.

Ja eh: Das meiste davon kann ein Gefrierbeutel - bei eingeschränkter Wiederstandsfähigkeit, aber deutlich niedrigerem Preis auch. Und auch bei Gefrierbeuteln gibt es Größen, die bis zum Tablet-Schutz reichen. Bloß: In diesen Hüllen kann man die Dinger nicht verwenden - im aLoksak hingegen schon: Die Plastikhaut ist touchscreenkompatibel. Theoretisch kann man durch sie sogar durchfotografieren. Technisch gesehen stimmt das natürlich. Aber die Resultate … Naja.

foto: thomas rottenberg

Um HD-Reportagefotografie aus dem Sackerl geht es den Benutzern derartiger Gadgets ja nur in den seltensten Fällen - doch der Elektrogerätschutzmarkt ist in den letzten Jahren ein echtes Thema geworden. Davon lebt das US-Unternehmen nicht nur bestens - es erweitert sein Einpack-Portfolio auch laufend.

Auch in andere als Wasserschutz-Richtungen: 2011 kam der "Shieldsak" auf den Markt - eine Schutzhülle, die in Kreditkarten, Laptop und & Co die RFID-Chips vor dem Fernauslesen schützt. RFID (radio-frequency identification) steht für die Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen - und ist in Österreich gerade in den Supermarktkassen angekommen. Hacker und andere böse Gesellen versuchen aber mitunter, auch andere Daten auszulesen. "In Europa", sagte mir der PR-Mann, "ist das - noch - kein solches Thema. Aber bei den Amis rockt das mittlerweile voll." Nur: Das ist nicht mein Spielplatz. (Thomas Rottenberg, derStandard.at, 12.4.2015)

Die aLoksak-Beutel im iPhone-Format kosten in der Dreierpackung 10,90€

http://loksak.eu/aloksak/

Compliance-Anmerkung:

Von den fünf oder sechs aLoksak-Testbeutel-Paketen in unterschiedlichen Größen, die der PR-Mann auf den Tisch legte, verschwanden gut zwei Drittel auf gar wundersame Weise in dem Augenblick, in dem ich den Raum kurz verließ. Die beiden Einzelbeutel, die ich behalten habe, sind ständig in Verwendung. Einen habe ich unlängst weitergeschenkt. Den letzten, "meinen", gebe ich sicher nicht zurück.

  • Das wahre Fitnesscenter ist draußen. Und der große Abenteuerspielplatz Outdoor zieht Kinder jedes Alters immer mehr in seinen Bann. Deshalb testet Thomas Rottenberg wöchentlich "Spielzeug", das für Spaß, Sport oder sonst was im Freien gedacht und gemacht ist. Selbst, streng – und subjektiv.

    Im Sinne der Compliance-Regeln des STANDARD halten wir dazu fest: Die getesteten Teile wurden und werden uns in der Regel von den Herstellern und/oder ihren PR-Agenturen für einen beschränkten Zeitraum zur Verfügung gestellt. Andernfalls – etwa bei von Freunden Geborgtem, selbst Gekauftem, aus logistischen, verschleiß- oder verschmutzungstechnischen Gründen nicht Refundierbarem oder Dingen, die uns so gut gefallen, dass wir sie nicht mehr hergeben können/wollen – wird das im Artikel angeführt.

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