Fernsehfonds Austria will Erhöhung der Fördermittel

10. April 2015, 12:07
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Bereits im ersten Quartal sind mehr als 80 Prozent des Fondsvolumens für 2015 ausgeschöpft

Wien - Mit Förderzusagen in der Höhe von 11,2 Mio. Euro für 24 Projekte hat der Fernsehfonds Austria bereits beim ersten heurigen Antragstermin 80 Prozent seiner Mittel ausgeschöpft. Für Projekte, die zu den drei weiteren Terminen des Jahres eingereicht werden, seien daher die Fördermittel knapp, zeigte sich Alfred Grinschgl, für die Mittelvergabe zuständiger Geschäftsführer der RTR-GmbH, alarmiert.

"Im aktuellen Regierungsprogramm steht festgeschrieben, dass der Filmstandort Österreich ausgebaut werden soll und die Mittel des Fernsehfonds Austria angehoben werden. Es wäre schön, wenn dieses Vorhaben ab 2016 Realität werden würde", so Grinschgl. Bisher ist der Fonds mit 13,5 Mio. Euro jährlich dotiert.

Höchster Förderbetrag für "Maximilian"-Dreiteiler von Andreas Prochaska

Der größte Anteil der bereits vergebenen Fondsmittel entfällt auf den Dreiteiler "Maximilian", eine Trilogie über das Leben des letzten Ritters und seinen Einfluss auf die europäische Geschichte an der Wende zur Neuzeit. Die beschlossenen drei Millionen Euro seien "der höchste Förderbetrag, den wir jemals vergeben haben", so Grinschgl. Der von der MR-Film produzierte Dreiteiler von Andreas Prochaska ist bereits vom Filmfonds Wien in der ersten Tranche seiner Fernsehfilmförderung 2015 mit 400.000 Euro bedacht worden. Für "Maximilian" stehen u.a. Johannes Krisch, Tobias Moretti, Stefan Pohl und Miriam Fussenegger vor der Kamera.

Weitere geförderte Fernsehfilme sind "Little Big Voice" und vier Folgen von "Regau" der MONA Film (1,26 Mio. Euro), der Landkrimi "Drachenjungfrau" und "Seit du da bist" der EPO Film, "Kästner und der kleine Dienstag" der DOR FILM, "Doll und der Tote vom Untersberg" von Satel Film, "Irenes Bruder - Ein Geheimnis im Dorf" von FILM27 sowie ein weiterer Landkrimi mit dem Titel "Der Tote am Teich" von Lotus Film.

Die 15 Folgen der 11. Staffel von "Soko Donau", die einzige Serie, die eingereicht wurde, werden mit 2,2 Mio. Euro gefördert. Die 14 förderungswürdigen Dokumentationen erhalten insgesamt rund 990.000 Euro. (APA, 10.4.2015)


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