Talfahrt in Spanien vorerst zu Ende

10. April 2015, 11:00
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Steigerungen über vergangene Monate im Jahresvergleich, für Immo-Agenturen ist es aber "zum Feiern noch zu früh"

Erstmals nach sieben Krisenjahren erlebt der Immobilienmarkt in Spanien eine merkliche Erholung. Im Februar 2015 seien die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,5 Prozent auf 29.714 gestiegen, teilte die Statistikbehörde INE am Donnerstag mit. Es sei der sechste Anstieg in Folge, hieß es.

Die höchsten Wachstumsraten wurden den Angaben zufolge in den Autonomen Gemeinschaften Aragonien (49,2 Prozent), Katalonien (29,2), Balearen (21,7) und Andalusien (20,4) registriert.

"Zum Feiern noch zu früh"

Sprecher von großen Immobilienagenturen sagten, man habe dank Konjunkturerholung und zunehmender Kredite die Wende geschafft. Zum Feiern sei es aber noch zu früh.

Das abrupte Ende des Baubooms 2007 und das Platzen der Immobilien-Blase 2008 hatten die Wirtschafts- und Finanzkrise in Spanien ausgelöst. Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, hatte das Euro-Land 2012 von der EU und vom Weltwährungsfonds (IWF) Hilfskredite für etwa 41 Milliarden Euro in Anspruch nehmen müssen. (APA, 10.4.2015)

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