IG Autoren über Ö1-Reform: Literatur verliert 375 Minuten im Monat

10. April 2015, 10:58
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Interessengemeinschaft: Neues Programmschema gibt jenen recht, "die in der Übersiedlung von Ö1 aus dem Funkhaus auf den Küniglberg das Ende von Ö1 befürchtet haben"

Wien - Die IG Autorinnen Autoren wehrt sich gegen die geplante Ö1-Reform und rechnet vor: "Die Literatur verliert auf Ö1 wöchentlich mehr als 93 Minuten bzw. im Monat 375 Minuten. Das Hörspielstudio wird aufgegeben und die Produktion mit dem Kunstradio zusammengelegt und damit das Hörspiel in seiner klassischen Form de facto abgeschafft. Weitere 125 Minuten gehen der Wissenschaft verloren", wie es in einer Aussendung der Interessengemeinschaft heißt.

Das Vorhaben sei "dermaßen skandalös, dass es einem die Sprache verschlägt. Es gibt vorbehaltlos allen jenen recht, die in der Übersiedlung von Ö1 aus dem Funkhaus auf den Küniglberg das Ende von Ö1 befürchtet haben." Die IG sieht das neue Programmschema als "Bekämpfungsansage an Autor/inn/en und Literatur" und will sich "diese Demolierung der Literatursendungen auf Ö1 und von Ö1 nicht gefallen lassen". (red, derStandard.at, 10.4.2015)

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