Neue Spezies: Miniatur-Drachen in den Anden entdeckt

11. April 2015, 17:59
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Forscher entdecken drei bislang unbekannte Arten von Stachelschwanzleguanen in den tropischen Wäldern Perus und Ecuadors

Lima/Quito - Ausschließlich in Südamerika ist die Familie der Stachelschwanzleguane beheimatet: kleine bis mittelgroße Baumbewohner, die mit einem buntgemusterten Schuppenkleid auffallen und wie Miniaturausgaben von Drachen aussehen.

Im Fachjournal "ZooKeys" berichtet ein internationales Forscherteam von der Entdeckung dreier bislang unbekannter Spezies, die zu dieser Familie gehören. Diese leben in den Anden Perus und Ecuadors und sind wir ihre bereits bekannten Verwandten tagaktiv. Mit bis zu 35 Zentimetern Länge gehören sie zu den größten Schuppenkriechtieren der Region (soferne man Schlangen ausklammert).

Die Neuen

In den vergangenen Jahren waren bei Expeditionen in den Fundgebieten einige Tiere eingesammelt worden, deren Schuppenmuster den Verdacht weckte, es mit unbekannten Spezies zu tun zu haben. Ein Zoologen-Team um den Ecuadorianer Omar Torres-Carvajal und den Peruaner Pablo J. Venegas ging dem nach und führte DNA-Vergleiche unter anderem mit Exemplaren aus den Beständen von Naturgeschichtsmuseen durch.

Die Laborergebnisse waren eindeutig: Es handelt sich um drei neue Spezies, die die Bezeichnungen Enyalioides altotambo, Enyalioides anisolepis und Enyalioides sophiarothschildae erhielten. Torres-Carvajal weist darauf hin, dass man mit nun 15 Spezies heute doppelt so viele verschiedene Stachelschwanzleguan-Arten kennt wie noch vor einem Jahrzehnt - eine erstaunliche Zuwachsrate. (red, derStandard.at, 11.4. 2015)

  • Ein Männchen der neuentdeckten Spezies Enyalioides anisolepis.
    foto: dr. omar torres-carvajal

    Ein Männchen der neuentdeckten Spezies Enyalioides anisolepis.

  • Enyalioides sophiarothschildae, ebenfalls ein männliches Exemplar.
    foto: pablo j. venegas

    Enyalioides sophiarothschildae, ebenfalls ein männliches Exemplar.

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