Bombendrohung in Wien: Kein Sprengstoff im Justizzentrum gefunden

9. April 2015, 14:17
3 Postings

Polizei durchsuchte Gebäude mit Spürhunden

Wien – Das Justizzentrum Wien-Mitte ist am Donnerstag nach einer Bombendrohung geräumt worden. Die Drohung sei am späten Vormittag telefonisch eingegangen, hieß es bei der Polizei. Spezialisten der Exekutive mit Sprengmittelspürhunden durchsuchten das Hochhaus, in dem das Handelsgericht Wien, das Bezirksgericht für Handelssachen und das Bezirksgericht Innere Stadt untergebracht sind.

Im Justizzentrum sind keine Sprengmittel gefunden worden. Das gab die Polizei nach Beendigung der Suche am frühen Nachmittag bekannt. Der Urheber der Bombendrohung ist noch nicht eruiert, sein Anruf sei jedenfalls aufgezeichnet worden, sagte Polizeisprecher Keiblinger.

Keine Sprengmittel gefunden

Die Drohung durch einen männlichen Anrufer sei direkt im Justizzentrum eingegangen. Daraufhin habe die Gebäudeverwaltung das Haus evakuiert, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Sprengmittel seien vorläufig nicht gefunden worden.

Vor etwas mehr als zwei Jahren, am 21. März 2013, war das in dem 25-stöckigen Hochhaus am Beginn der Marxergasse untergebrachte Bezirksgericht Innere Stadt Ziel einer Bombendrohung gewesen. Sie war ebenfalls am späten Vormittag von einem männlichen Anrufer geäußert worden.

Nach Angaben der Polizei gibt es in der Bundeshauptstadt jährlich Dutzende derartige Drohungen gegen öffentliche Gebäude oder Einrichtungen, die vielfach im Affekt - aus Ärger oder Zorn - ausgestoßen würden. Amtsbekannt sind einzelne psychisch kranke Personen, die in akuten Stadien ihrer Erkrankung Bombendrohungen äußern. Einer von ihnen komme auf Drohungen "im dreistelligen Bereich". (APA, 9.4.2015)

Share if you care.