IST Austria erhält 4,4 Millionen Euro für Doktoratsprogramm

9. April 2015, 14:52
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"Marie Sklodowska-Curie Grant" ist bisher höchste eingeworbene Einzelfinanzierung

Klosterneuburg - Das Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg (NÖ) erhält eine hohe Förderung aus dem EU-Programm "Horizon 2020" für sein Doktoratsprogramm. Bei dem mit 4,4 Mio. Euro dotierten "Marie Sklodowska-Curie Grant" handelt es sich um die höchste Einzelfinanzierung, die das Institut bisher einwerben konnte, teilte das IST am Donnerstag mit.

Mit den Mitteln werden von 2016 bis 2021 rund die Hälfte der Gehälter und andere Kosten für einen Großteil der Doktoranden in den ersten beiden Jahren ihres PhD-Studiums finanziert. Die EU vergibt die Förderung an Einrichtungen mit Doktoratsstudien, um die internationale Mobilität von jungen Forschern zu erhöhen. Unterstützt werden Doktoranden, die nicht mehr als zwölf Monate in den vergangenen drei Jahren in ihrem derzeitigen Aufenthaltsland verbracht haben. Laut IST wurde seine Einreichung unter allen 49 Anträgen europäischer Universitäten und Forschungseinrichtungen auf den ersten Platz gereiht.

Doktoratsprogramm als Kernstück des IST

IST-Präsident Thomas Henzinger bezeichnete das Doktoratsprogramm mit derzeit rund 100 Studenten als Kernstück des Instituts. Es "entspreche perfekt den 'Triple-I'-Prinzipien des Marie Sklodowska-Curie Programms: Internationalität, Interdisziplinarität und intersektorale Mobilität."

Mit der neuen Förderung hat das IST die Schwelle von 50 Mio. Euro aus Drittmitteln seit seiner Eröffnung 2009 überschritten. Rund 75 Prozent dieser Mittel wurden von der EU eingeworben, knapp die Hälfte davon (24 Mio. Euro) vom Europäischen Forschungsrat (ERC), der 16 Professoren am IST finanziert. Zweitgrößte Drittmittelquelle ist der Wissenschaftsfonds FWF mit 8,5 Mio. Euro. Der Bund verdoppelt die eingeworbenen Drittmittel bis zu einem Betrag von 95 Mio. Euro.

Mit den Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen - benannt nach der polnisch-französischen Wissenschafterin, die durch ihre Arbeiten zur Radioaktivität berühmt und zweimal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde - im Programm "Horizon 2020" fördert die EU Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten für Forscher unabhängig von ihrer Nationalität. (APA, 9.4.2015)

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