Industrie verteidigt Dividendenquote

9. April 2015, 11:50
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Arbeiterkammer kritisiert, dass ATX-Industrieunternehmen 2013 weniger verdient, aber mehr an die Eigentümer ausgeschüttet hatten

Wien - Die Industriellenvereinigung (IV) und das Aktienforum sind heute ausgerückt um die Dividendenpolitik der Großfirmen gegen die Kritik der Arbeiterkammer (AK) zu verteidigen. Eine überzeugende Dividendenausschüttung an die Eigentümer sei notwendig um sie bei Investitionslaune zu halten, und davon würden auch die Arbeitnehmer profitieren, betonte die IV.

Demnach hätten die untersuchten 50 führenden Industrieunternehmen von 2007 bis 2013 unterm Strich 39.000 Vollarbeitsplätze geschaffen. Das ist ein Anstieg von 9,3 Prozent - gleichzeitig legten die Umsätze dieser Firmen um 24,7 Prozent zu. Die Dividendenausschüttung in Prozent des Jahresüberschusses (nach Steuern) erhöhte sich um 18 Prozent auf 39,1 Prozent.

Kein Jubel angebracht

IV-Generealsekretär Christoph Neumayer betonte am Donnerstag vor Journalisten in Richtung AK, niedrige Ausschüttungen zu bejubeln sei unangebracht. "Diese hemmen nur die Investitionskraft von Unternehmen", so Neumayer. Und Robert Ottel, Präsident des Aktienforums, ergänzte: "Auch werde oftmals vergessen, dass Eigenkapitalgeber viel Risiko zu tragen hätten." Bei drei der größten Industrieunternehmen ist dies der Steuerzahler - OMV, Telekom Austria und die Post gehören noch zu einem guten Viertel bis zur Hälfte den Österreichern.

Die Dividendenausschüttungen der teilstaatlichen Betriebe gehen - entsprechend dem Staatsanteil am Unternehmen - direkt ins Budget. Während der Beitrag der Telekom Austria bei einer Dividende von 5 Cent je Aktie sehr überschaubar war, hatte die Post 67 Mio. Euro in das Budget gespült.

Die Arbeiterkammer hatte in der Vergangenheit kritisiert, dass die ATX-Industrieunternehmen 2013 weniger verdient, aber mehr an die Eigentümer ausgeschüttet hatten. Insgesamt 2,1 Mrd. Euro hätten die Aktionäre der 20 ATX-Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 erhalten. (APA, 9.4.2015)

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