Modekette Zara bedauert "Sklavensandalen" im Online-Shop

8. April 2015, 17:22
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Führte zu Aufschrei in sozialen Netzwerken

Die Modekette Zara hat in ihrem deutschen Online-Shop Schuhe mit der Bezeichnung "Sklavensandalen" angeboten und sich dafür bei ihren Kunden entschuldigt. "Wir möchten betonen, dass unsere Unternehmensgrundsätze keinerlei offensives oder respektloses Verhalten jedweder Person oder Gemeinschaft gegenüber zulassen", teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit.

Übersetzungsfehler möglich

Über den Vorfall hatte zuerst "Spiegel online" berichtet. Der unbeabsichtigte Fehler in der Produktbenennung sei umgehend korrigiert worden, erklärte Zara. Wie es zu der Panne kam, erklärte das Unternehmen nicht.

Möglicherweise handelt es sich um einen Übersetzungsfehler. In manchen Ländern ist der Begriff "slave sandals" oder "sandalias esclavas" geläufig. Das Zara-Produkt führte zu einem Aufschrei in sozialenNetzwerken. Daraufhin änderte der Handelskonzern die Bezeichnung.

Nicht das erste Fettnäpfchen

Zara war mit seinen Angeboten schon zuvor in Fettnäpfe getreten. So hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr gestreifte Kinderkleidung mit einem gelben Stern im Angebot, der viele Kunden eher an einen Juden- als an einen Sheriffstern erinnerte. Vor acht Jahren wurden in Zara-Geschäften Handtaschen verkauft, deren buntes Design auch Hakenkreuze enthielt.

In buddhistischen und hinduistischen Kulturen ist das Swastika-Symbol verankert, in Deutschland und Österreich dagegen seit der Nazizeit verboten, weil es ein NS-Symbol ist. (APA, dpa, 8.3.2015)

  • Inzwischen wurde die "Sklavensandale" entfernt.
    screenshot: red

    Inzwischen wurde die "Sklavensandale" entfernt.

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