Iran schickte Kriegsschiffe vor umkämpfte Stadt Aden

8. April 2015, 17:17
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Zum Schutz iranischer Schiffe vor Piraten

Aden/Teheran - Vor die heftig umkämpfte jemenitische Hafenstadt Aden hat der Iran zwei Kriegsschiffe entsandt. Offiziell sollen der Zerstörer "Alborz" und das Versorgungsschiff "Bushehr" iranische Schiffe im Golf von Aden vor Piraten schützen, wie Konteradmiral Habibollah Sayyari am Mittwoch dem Sender Press TV sagte.

Der Iran gilt als Unterstützer der schiitischen Huthi-Rebellen, die seit Tagen versuchen, die strategisch wichtige Metropole am Ausgang des Roten Meeres zu erobern. Einwohner berichteten am Mittwoch, Dutzende Huthi seien bei Kämpfen mit örtlichen Milizen um das Stadtzentrum getötet worden. Um den Vormarsch der Huthi zu bremsen, bombardiert Saudi-Arabien mit Unterstützung anderer arabischer Staaten seit zwei Wochen die Rebellen. Die USA verstärkten ihre Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und deren Verbündete.

Straßenkämpfe

Einwohner Adens berichteten, Huthi-Kämpfer seien mit einem Panzer und zwei gepanzerten Fahrzeugen in das zentrale Stadtviertel Crater eingedrungen. Viele Häuser hätten nach Raketentreffern Feuer gefangen. Familien harrten in ihren Wohnungen aus, während um jeden Straßenzug gekämpft worden sei. In den nördlichen Stadtbezirken habe es drei heftige Detonationen gegeben, die wahrscheinlich auf Luftangriffe zurückzuführen seien.

Ein regierungstreuer Milizionär sagte, ein Panzer und ein gepanzertes Fahrzeug der Huthis seien zerstört worden. Mindestens 22 Kämpfer seien dabei ums Leben gekommen. Trotz der Kämpfe gelang es der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) nach eigenen Angaben, 2,5 Tonnen medizinisches Material nach Aden zu liefern.

Auch ein Luftwaffenstützpunkt rund 50 Kilometer nördlich der Hafenstadt sei bombardiert worden, berichteten Anrainer. Diesen hätten Soldaten des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh, die sich mit den Huthi verbündet haben, allerdings weiter unter Kontrolle. Am Vortag waren die Huthi-Kämpfer nach Angaben regierungstreuer Milizionäre aus dem Zentrum Adens in die nördlichen Stadtgebiete zurückgeworfen worden.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten fliegen kontinuierlich Angriffe auf Waffendepots, Stellungen und Konvois der schiitischen Huthi-Milizen, die den Jemen weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht haben. Den Vormarsch auf Aden, die letzte Hochburg des nach Saudi-Arabien geflüchteten sunnitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi, konnten die Luftangriffe aber bisher nicht aufhalten. (APA/Reuters, 8.4.2015)

  • Die "Alborz" bei der Ausfahrt aus dem Hafen
    foto: ap /fars news agency, mahdi marizad

    Die "Alborz" bei der Ausfahrt aus dem Hafen

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