Nashornbaby im Salzburger Tiergarten

Ansichtssache8. April 2015, 13:47
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Jungtier am Mittwoch erstmals vorgestellt, Zoo erwartet weiteren Breitmaulnashorn-Nachwuchs noch in diesem Jahr

Salzburg - Es ist gesund, es trinkt, scheint sich wohlzufühlen und wirkt fotogen: Das 50 Kilo schwere Nashornbaby des Salzburger Zoos wurde am Mittwoch streng bewacht von seiner tonnenschweren Mutter erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Nashörner neigen wie alle Wildtiere im Stress zu Kurzschlussreaktionen", sagte Tierpfleger Andreas Gfrerer. "Besonders Muttertiere sind unberechenbar. Das kann gefährlich werden und die Bindung zwischen Mutter und Kind belasten – das wollen wir auf keinen Fall." Kameraleute und Fotografen ohne Blitz wurden daher nur einer nach dem anderen zum Fotoshooting ins Nashornhaus gelassen.

505 Tage Tragezeit

Die Mutter, das afrikanische Breitmaulnashorn "Tamu", hat am vergangenen Karsamstag nach einer Tragezeit von 505 Tagen ihr Baby zur Welt gebracht. Das Kleine, für das es noch keinen Namen gibt, wird jetzt ein halbes Jahr ausschließlich gestillt, dann wird es beginnen, Schritt für Schritt ein wenig Gras zu fressen, bis es nach rund zwei Jahren in die Selbstständigkeit entlassen wird.

Der Vater heißt "Athos", von ihm stammt auch der Samen für eine weitere Nashorn-Schwangerschaft im Zoo Salzburg. Der Nachwuchs der Kuh "Yeti" wird noch heuer erwartet. "Diese Nachzüchtungen sind für den Artenschutz außergewöhnlich bedeutend", sagte Tierpfleger Gfrerer. Der Zoo Salzburg engagiert sich zusammen mit der internationalen Zoo-Gemeinschaft für den Schutz und die Erhaltung von Breitmaulnashörnern, deren Fortbestand aufgrund von Wilderei bedroht ist. (APA/red, derStandard.at, 8.4.2015)

apa/barbara gindl
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