Spanische Modekette Zara verkauft "Sklavensandalen"

8. April 2015, 11:03
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Laut dem Konzern handelt es sich um einen Übersetzungsfehler

Wien - Im Vorjahr geriet der spanische Modekonzern Zara in die Negativschlagzeilen, weil er ein schwarz-weiß gestreiftes Kinderleibchen mit einem mutmaßlichen Sheriffstern verkaufte, das frappierend an die Kleidung von KZ-Häftlingen erinnerte. Bereits 2007 zog die Textilkette eine Handtasche mit Hakenkreuz-Druck zurück.

Nun steht Zara erneut in der Kritik, denn am Dienstag wurde bekannt, dass das Unternehmen in seinem Onlineshop "dreifarbige Sklavensandalen" anbietet. Die Assoziation mit unterdrückerischen Arbeits- und Lebensbedingungen sei keineswegs beabsichtigt, gab Zara auf eine Anfrage von Spiegel Online bekannt.

Lost in Translation

Vielmehr beruhe die Bezeichnung des 19,95 Euro teuren Schuhs auf einem Übersetzungsfehler. Man akzeptiere "in keiner Weise jegliche Art von offensivem oder respektlosem Verhalten einer Person oder Gemeinschaft gegenüber", so das Zara-Management.

Zara versprach am Dienstagnachmittag, den Produktnamen umgehend zu ändern. Die "Sklavensandale" war am Mittwoch für Kunden auf der österreichischen Subseite nach wie vor zu bestellen. Über die Natur des Übersetzungsfehlers gab Zara nichts bekannt. (red, derStandard.at, 8.4.2015)

  • Unter Sklavenbedingungen produziert?
    screenshot: zara.com

    Unter Sklavenbedingungen produziert?

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