Golfstaaten drängen auf UN-Sanktionen gegen Huthi-Anführer

8. April 2015, 07:00
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Entwurf für Resolution eingebracht

New York - Die Golfstaaten verlangen im UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen sowie gegen den ältesten Sohn des früheren jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Jordanien brachte in der Nacht auf Dienstag einen Resolutionsentwurf ein, über den nach Angaben von Diplomaten noch in dieser Woche abgestimmt werden könnte.

In dem Text fordern die Golfstaaten unter anderem einen Rückzug der Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa sowie aus allen anderen seit 2013 eroberten Gebieten im Jemen. Die Resolution sieht außerdem ein Waffenembargo gegen die Führung der Rebellen und ihre Verbündeten sowie Sanktionen gegen Huthi-Chef Abdulmalik al-Houthi und Salehs Sohn Ahmed vor.

Sollten deren Namen auf die Sanktionsliste gesetzt werden, würden beide mit einem Reiseverbot belegt, außerdem würden ihre Vermögen eingefroren. Nicht erwähnt werden in dem Resolutionsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, die russischen Forderungen nach Kampfpausen zu humanitären Zwecken im Jemen.

Russland hatte am Wochenende im UNO-Sicherheitsrat eine Unterbrechung der von Saudi-Arabien angeführten Luftangriffe gefordert, damit Ausländer aus dem Jemen in Sicherheit gebracht und die Zivilisten mit Hilfsgütern versorgt werden können. Die arabische Militärallianz geht seit Ende März gegen die Huthi-Rebellen im Jemen vor. Saudi-Arabien folgte damit nach eigenen Angaben einer Bitte von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi, gegen dessen Führung die Rebellen kämpfen. Sein Vorgänger Saleh soll die Aufständischen unterstützen. (APA, 8.4.2015)

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