Seit Ausbruch des Jemen-Konflikts mehr als 100.000 Menschen auf der Flucht

7. April 2015, 16:44
posten

Seit Beginn der Angriffe am 3. April gab es mindestens 549 Tote, zuletzt in 24 Stunden 140

Aden/Amman - Kinder gehören zu den am stärksten Betroffenen in dem seit Wochen anhaltenden Konflikt im Jemen. Wie das UN-Kinderhilfswerk Unicef festhält, sind rund 100.000 Zivilisten innerhalb des Landes auf der Flucht, darunter sehr viele Minderjährige.

Allein seit Beginn der Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen am 26. März seien 74 Kinder getötet worden. Dabei handle es sich um eine "vorsichtige Schätzung", die tatsächliche Zahl liege mit Sicherheit höher, so die Unicef.

Kinder zahlen den Preis

"Kinder zahlen einen intolerabel hohen Preis für diesen Konflikt", erklärte Unicef-Vertreter Julien Harneis. "Diese Kinder sollten sofortigen Schutz durch alle Konfliktparteien erhalten, im Einklang mit dem internationalen humanitären Recht."

Immer schwieriger wird auch die Lage in den Spitälern. Hilfsorganisationen versuchen, die Wasserversorgung sicherzustellen. Diese ist laut Unicef wegen der Kämpfe im Süden des Landes arg in Mitleidenschaft gezogen. In mehreren Distrikten des Landes herrsche mittlerweile Seuchengefahr. "Die Lage ist gefährlich, berichtete auch die Ärztin Gamila Hibatullah aus Aden. "Sogar Rettungsautos werden angegriffen."

Seit Beginn der Angriffe am 3. April gab es mindestens 549 Tote, zuletzt in 24 Stunden 140. (red, DER STANDARD, 8.4.2015)

Share if you care.