Republikaner Rand Paul kandidiert für Präsidentenwahl 2016

7. April 2015, 16:59
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Tea-Party-Liebling möchte "schlanken Staat" zurückbringen

Washington - Der US-Republikaner Rand Paul möchte Präsident Barack Obama bei der Wahl im kommenden Jahr beerben. Er kündigte sein Antreten um die Nominierung bei den parteiinterne Vorwahlen zu Jahresbeginn 2016 am Dienstag auf seiner Webseite an. "Ich trete um das Präsidentenamt an, um unser Land zu den Prinzipien von Freiheit und einem schlanken Staat zurückzuführen", hieß es von dem 52-Jährigen.

Der studierte Augenarzt wollte anschließend mit einem Auftritt in Louisville im Bundesstaat Kentucky seinen Wahlkampf einläuten.

Paul sitzt seit 2011 für den Staat Kentucky im US-Senat und gilt dort als Vertreter des rechten Flügels seiner Partei. Der studierte Arzt ist der Sohn des Kongressabgeordneten Ron Paul und gilt wie dieser als Libertarier - eine politische Bewegung, die auf einen möglichst kleinen Staatsapparat und freie Märkte sowie eine liberale Gesellschaftspolitik hinarbeitet. In der Vergangenheit wurde Rand Paul insbesondere von der konservativen Tea-Party-Bewegung unterstützt.

Paul gegen Cruz

Mit Pauls Erklärung nimmt das Rennen um die republikanische Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im November 2016 weiter Fahrt auf: Ende März hatte bereits der christlich-konservative Senator Ted Cruz aus Texas als erster Republikaner offiziell seine Ambitionen verkündet. Sehr wahrscheinlich ist außerdem die Bewerbung des früheren Gouverneurs von Florida, Jeb Bush. Der Sohn von Ex-Präsident George H. W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush gilt als Wunschkandidat des republikanischen Establishments.

US-Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als große Favoritin für die Kandidatur bei seinen Demokraten gilt die frühere Außenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton. Ihre offizielle Bewerbung wird noch in diesem Monat erwartet. (APA/Reuters, 7.4.2015)

  • Will US-Präsident werden: Rand Paul.
    foto: ap photo/jim cole

    Will US-Präsident werden: Rand Paul.

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