Facebook-Sammelklage: Gericht entscheidet über Zulässigkeit

7. April 2015, 13:40
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Am Donnerstag findet in Wien erster Verhandlungstag für Max Schrems und 25.000 Mitstreiter statt

Mit einer "Sammelklage österreichischer Prägung" will Datenschützer Max Schrems das seiner Ansicht nach unzulässige Datensammeln Facebooks thematisieren. Am Donnerstag wird in Wien entschieden, ob die Klage zulässig ist. Denn Facebook bestreitet, dass Schrems eine Klage in Österreich einbringen kann. Beim Verbraucherschutz ist jedoch die Heimat des Klägers ausschlaggebend. Unklar ist laut Heise dabei, wann mit einer Entscheidung des Gerichts zu rechnen ist – das kann noch am Donnerstag oder auch erst einige Wochen später erfolgen.

Schadenersatz

Insgesamt hat Schrems über 50.000 Menschen gefunden, die sich der Klage anschließen wollen. Nach 25.000 war aber erst einmal ein Aufnahmestopp klar. Die Kläger streben für jeden Mitstreiter 500 Euro Schadensersatz an, anmelden konnte sich jeder Facebook-Nutzer außerhalb Nordamerikas. Schrems ist momentan auch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) mit einer Klage gegen Facebook aktiv. Dort geht es um die Datenweitergabe von Facebook an US-Geheimdienste. (fsc, 7.4.2015)

  • Datenschützer Max Schrems hatte die "Sammelklage" initiiert
    foto: apa/hochmuth

    Datenschützer Max Schrems hatte die "Sammelklage" initiiert

  • Österreichische Gerichte sollen Facebook unter die Lupe nehmen
    foto: apa/dpa/büttner

    Österreichische Gerichte sollen Facebook unter die Lupe nehmen

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