Elk will von Mitarbeitern freiwilligen Lohnverzicht

7. April 2015, 11:55
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Waldviertler Unternehmen will im B2B-Bereich in England und Deutschland wachsen

Schrems - Der niederösterreichische Fertigteilhausanbieter Elk mit 720 Mitarbeitern am Sitz in Schrems (Bezirk Gmünd) will sein Geschäft im B2B-Bereich in England und Deutschland ausbauen. Dieses Vorhaben soll über die Belegschaft mittels neuer Verträge und freiwilligen Lohnverzichts von drei bis vier Prozent bis Ende 2016 finanziert werden, bestätigte Finanzvorstand Gerhard Schuller am Dienstag.

Betriebsrat stellt sich quer

Laut den "Niederösterreichischen Nachrichten" ("NÖN") will der Betriebsrat diese Pläne nicht akzeptieren. Führungskräfte sollen von dieser Maßnahme ausgenommen sein, da sie durch "zusätzliche variable Gehaltsanteile einen größeren Beitrag leisten", wurde Schuller in der Wochenzeitung zitiert.

"Wir sind in Gesprächen mit den Mitarbeitern", sagte der Finanzvorstand. Niemand werde zur Unterschrift gezwungen. Beschäftigte mit weniger als 2.000 Euro brutto im Monat seien davon nicht betroffen. "Wir wollen bis Ende April, Anfang Mai zu einem Abschluss kommen", betonte Schuller. Ziel sei es, den Umsatz von aktuell 160 Mio. Euro in den kommenden Jahren auf 200 Mio. Euro zu steigern.

Der Finanzvorstand betonte, dass man bei den Gehältern deutlich über dem Kollektivvertrag liege. Pro Jahr würden Personalkosten von etwa 45 Mio. Euro entstehen. Das Wachstumspotenzial am Heimatmarkt sei allerdings begrenzt wie auch eine Geldaufnahme über den Kapitalmarkt. Der Lohnverzicht sei daher eine vorübergehende Maßnahme, um die geplanten Projekte im Ausland - Bau von Schulen, Studentenheimen oder Wohnhäusern - vorfinanzieren zu können, erläuterte Schuller. Allein in England könnte so der Umsatz bis Ende 2016 verdreifacht werden. (APA, 7.4.2015)

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