Promotion - entgeltliche Einschaltung

donaufestival präsentiert vier Labels und Netzwerke

7. April 2015, 17:58

Noise Manifesto, Touch, Opal Tapes und klingt.org

Neben Legenden und Newcomern elektronischer Musik wie Autechre, Arca, Ben Frost, James Holden, Gazelle Twin oder Holly Herndon widmet sich das donaufestival 2015 auch vier Label- bzw. Netzwerk-Schwerpunkten:

Noise Manifesto, gegründet 2012 von der britischen Produzentin Paula Temple aka Jaguar Woman, versteht sich als "Plattform für Cyborg Artists und Noise Makers, die nicht der Norm entsprechen". Im dazugehörigen Manifest schreibt Temple von Kampfansagen gegen eine Leistungsgesellschaft, die nicht allen die gleichen Möglichkeiten bietet. Sie legt Wert auf kompromisslose Gender Equality, komplette inhaltliche Freiheit und flache Hierarchien. In Krems wird sie gemeinsam mit Aquarian Jugs, Oni Ayhun (ehem. The Knife) und rRoxymore ihren neuen Release vorstellen.

In Hit-Listen der letzten Zeit sind Kassettenlabels oft weit vorne zu finden. Mit dem Opal Tapes-Showcase präsentiert sich ein weiteres Label der Stunde, das Kreativität über Genre- und Mediumsbeschränkungen stellt. Gegründet 2012 von Stephen Bishop, findet auf den Magnetbändern und Servern von Opal Tapes von House bis Techno, Drone und avantgardistische Electronica alles Platz (mit D.Å.R.F.D.H.S., Wanda Group, Ketev und Labelgründer Basic House).

Wer Freude an digitalem Rauschen hat, an Neujustierungen von Minimal Music, an zerbrechlicher Elektroakustik und finster summender Ambient Music, wird nur schwer am englischen Label Touch vorbeikommen. Seit über 30 Jahren ist Touch eine erste Adresse für genau gesetzte Soundanordnungen, Veröffentlichungen von Acts wie Fennesz, Oren Ambarchi, Biosphere oder dem Hafler Trio sind da bloß die Spitze eines imposanten Eisbergs. Beim donaufestival richtet Touch ein Labelshowcase mit drei Künstlern aus: Dem indischen Soundartist Budhaditya Chattopadhyay, dem niederländischen Musiker Thomas Ankersmit und der Norwegerin Jana Winderen.

Seit über 15 Jahren plädiert Dieter Kovacic alias dieb13 für die Ausweitung der Hörzonen: klingt.org fungiert für die heimische, experimentelle Musikszene als Begegnungsort, Dreh- und Angelpunkt sowie Website mit der wohl am besten passenden Top-Level-Domain des Landes. Die umfassende klingt.org-Werkschau zwischen Klangraum Krems Minoritenkirche und Halle 2 beinhaltet ein Turntablesolo des Plattformgründers selbst ebenso wie Performances des psychedelischen Minimal Music- und Improvisations-Trios Trapist oder von Ona, dem gemeinsamen Projekt von Pan Sonic-Mitbegründer Ilpo Väisänen und der audiovisuellen Künstlerin Billy Roisz. Der Multiinstrumentalist und Formenwandler Oliver Stotz zeigt eine Solo-Interpretation von Steve Reichs "Music for pieces of wood" und Tony Buck, John Butcher und Burkhard Stangl tun sich an Drums, Gitarre und Saxophon zu freejazziger Freigeistigkeit zusammen. Die experimentelle Klarinettistin Susanna Gartmayer spielt eine Solo-Show und der französische Elektroniker und Komponist eRikm steht mit Schlagzeugmeister Martin Brandlmayr auf der Bühne. klingt.org, Horizonterweiterung am laufenden Magnetband, Popmusik als offenes System.

  • Noise Manifesto präsentiert DECON/RECON mit Aquarian Jugs, Jaguar Woman, Oni Ayhun und rRoxymore
    foto: tania gualeni

    Noise Manifesto präsentiert DECON/RECON mit Aquarian Jugs, Jaguar Woman, Oni Ayhun und rRoxymore

  • Wanda Group
    foto: promo

    Wanda Group

  • Jana Winderen
    foto: finnbogi petursson, iceland 2014

    Jana Winderen

  • Billy Roisz
    foto: winnie küchl

    Billy Roisz

Share if you care.