Australien kämpft weiter gegen Todesurteile in Indonesien

7. April 2015, 06:20
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Gericht: Präsident muss Fall verurteilter Australier nicht erneut prüfen

Jakarta - Die australische Regierung kämpft weiter um ihre beiden in Indonesien zum Tode verurteilten Staatsbürger. Das betonte Außenministerin Julie Bishop am Montagabend in einer Stellungnahme. Zuvor hatte ein indonesisches Gericht den jüngsten Antrag der beiden Männer auf Prüfung des Falls abgeschmettert.

Die australische Regierung sei enttäuscht, teilte Bishop mit. Die wegen Drogenschmuggels 2006 zum Tode verurteilten Myuran Sukumaran (33) und Andrew Chan (31) hätten sich völlig gewandelt. Bishop rief den indonesischen Präsidenten Joko Widodo auf, das Gnadengesuch der beiden erneut zu prüfen. Widodo hatte das bereits abgelehnt.

Anwälte: Keine ausreichende Prüfung

Anwälte der Australier argumentierten vor Gericht, der Präsident habe nicht alle Umstände ausreichend berücksichtigt. Die Richter beschieden am Montag, sie hätten keine Handhabe, den Umgang des Präsidenten mit Gnadengesuchen zu beurteilen.

Der australische Anwalt Michael O'Connell kündigte im Rundfunk den Gang vor das höchste Gericht Indonesiens an. (APA, 7.4.2015)

  • Die Anwälte der beiden Verurteilten wollen nicht aufgeben.
    foto: epa/made nagi

    Die Anwälte der beiden Verurteilten wollen nicht aufgeben.

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