Neue Mittelschule: Grüne und SPÖ kritisieren Mitterlehner

6. April 2015, 16:20
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Walser gegen "bildungspolitisches Kaputtsparprogramm"

Wien - Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser hat die Forderung von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kritisiert, die Neue Mittelschule nur mit Veränderungen fortzuführen. Mitterlehner Hinweis, bei der Neuen Mittelschule habe man 300 Millionen Euro in den Sand gesetzt, bedeute "ein bildungspolitisches Kaputtsparprogramm der ÖVP". Dagegen würden die Grünen "erbitterten Widerstand leisten".

Walser sieht den Grundfehler in der Konstruktion der Neuen Mittelschule darin, dass die soziale Durchmischung durch die zu frühe Trennung der Kinder mit zehn Jahren nicht beseitigt worden ist. "Was wir jetzt brauchen ist ein Bekenntnis zu einer gemeinsamen Schule", bekräftigte Walser in einer Aussendung die Forderung der Grünen. Die ÖVP-Spitze rief er zum bildungspolitischen Umdenken auf.

Kritk auch von SPÖ

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hat am Ostersonntag die Forderung von Mitterlehner kritisiert, die Neue Mittelschule nur mit Veränderungen fortzusetzen. In einer Aussendung bezeichnete Darabos die Aussagen Mitterlehners als nicht zeitgemäß.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer findet es "schade, dass die ÖVP soziale Barrieren im Schulsystem aufrecht erhalten will." Die Neue Mittelschule stehe für Fairness und Chancengleichheit statt früher sozialer Selektion: "Für die SPÖ steht fest: Jedes Kind muss die gleichen Chancen und Voraussetzungen haben. Das wird mit der Neuen Mittelschule erreicht", betonte Darabos. (APA, 6.4.2014)

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