Ogris wirft Europacup-Rettungsanker aus

6. April 2015, 13:08
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Der Cup als letzter Strohhalm für die Austria und ein Viertelfinale gegen eine Kapfenberger Truppe, die "nichts zu verlieren hat"

Kapfenberg/Wien - Nach den jüngsten Rückschlägen in der Fußball-Bundesliga bleibt der Austria wohl nur der ÖFB-Cup als letzter Ausweg, um doch noch die Teilnahme an einem internationalen Bewerb zu schaffen. Deshalb misst man im Lager der "Veilchen" dem Viertelfinale am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF Sport +) auswärts gegen den Erste-Liga-Club Kapfenberger SV besondere Bedeutung bei.

Auf Rang vier, der fix zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt, fehlen der siebentplatzierten Austria schon elf Punkte. Dafür soll es nun im "Lieblingsbewerb" der Favoritner, die mit 27 Titeln Cup-Rekordsieger sind, klappen. "Ich bin überzeugt von meiner Mannschaft. Wir wollen diese Hürde unbedingt nehmen", erklärte Interimstrainer Andreas Ogris.

Wolfahrts Augen

Das 1:3 vom Samstag bei Red Bull Salzburg hat der Ex-Internationale bereits abgehakt. "Schon nach dem Schlusspfiff haben wir den Blick nach vorne gerichtet. Wir wollen in jedem Bewerb das Maximum herausholen - das muss auch so sein bei der Austria", betonte Ogris, der die Kapfenberger zuletzt von Sportdirektor Franz Wohlfahrt beobachten ließ.

Kapfenberg-Coach Kurt Russ ist über die Außenseiterrolle seines Teams nicht unglücklich. "Wir haben nichts zu verlieren und möchten eine Überraschung liefern." Als Vorbild dienen der FC Pasching und der SKN St. Pölten, die in den vergangenen Jahren als unterklassige Clubs im Cup für Furore gesorgt hatten. "An einem normalen Tag haben wir gegen die Austria keine Chance, aber im Cup kann immer etwas passieren", sagte Russ.

Der Steirer saß am Samstag in Salzburg im Stadion und nahm die Austria-Spieler schon beim Aufwärmen genau unter die Lupe. "Ich wollte sehen, wie die Grundstimmung in der Mannschaft ist." Sein Fazit: "Sie waren sehr konzentriert, und durch den Trainerwechsel sind viele positive Sachen entstanden. Dadurch ist die Sache für uns noch schwieriger geworden."

Raufen und Ringen

Russ kennt Ogris noch aus Nationalteam-Zeiten - das Duo war unter anderem bei der WM 1990 gemeinsam im Einsatz. "Regelmäßigen Kontakt gibt es nicht, aber wir freuen uns, wenn wir uns sehen", erzählte der Ex-Verteidiger.

Für seine Mannschaft steht nicht nur im Cup einiges auf dem Spiel. In der Erste Liga rangieren die Steirer zwar an der vierten Stelle, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt aber nur fünf Punkte. Deshalb hat Russ auch schon das Freitag-Auswärtsspiel gegen Austria Lustenau im Hinterkopf. "Wenn es gegen die Austria für uns nicht gut läuft, werde ich sicher nicht alles riskieren, sondern zwei, drei Spieler austauschen, die für Freitag wichtig sind", kündigte Russ an. (APA/red, 6.4.2015)

Cup-Viertelfinale

Kapfenberger SV - FK Austria Wien (Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion, Dienstag, 20.30 Uhr/live ORF Sport +)

Kapfenberg: Nicht - Yatsuzuka, Gollner, Bubalovic, Suppan - Hütter, Lasnik, Farnleitner, Harrer/Grgic - Poljanec, Witteveen

Ersatz: Aschenbrenner - Meusburger, Bahtic, Vollmann, Elias, Wendler

Es fehlt: Perchtold (gesperrt), G. Nutz (erkrankt)

Austria: Lindner - Salamon, Rotpuller, Ortlechner, Suttner - Holland, Holzhauser - Royer, De Paula, Meilinger - Zulechner

Ersatz: Hadzikic - Stronati, Sikov, Serbest, Ramsebner, Mader, Grünwald, Frank, Kvasina

Es fehlen: Gorgon (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Ronivaldo (Schambeinentzündung), Larsen (Seitenband-und Meniskusverletzung)

Fraglich: F. Koch (erkrankt), Horvath (Adduktorenprobleme)

  • Andi Ogris will nach Europa.
    foto: apa/ krug

    Andi Ogris will nach Europa.

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