Red Bull an Leeds United nicht interessiert - oder doch?

5. April 2015, 13:27
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Getränkekonzern dementiert Übernahmeangebot - Klub prüft ein solches angeblich aber bereits

Leeds/Salzburg - Red Bull hat Medienberichte über ein angebliches Übernahmeangebot für den englischen Traditionsclub Leeds United dementiert. "Ein weiteres Engagement im Fußball ist nicht geplant", erklärte Oliver Mintzlaff, für den österreichischen Getränkekonzern als "Head of Global Soccer" tätig, gegenüber der dpa.

In England halten sich seit Monaten Gerüchte, dass Red Bull an einer Übernahme des Zweitligisten interessiert sein soll. Die Boulevardzeitung "Daily Mirror" berichtete nun erstmals von einem konkreten Angebot, das im Bereich von 60 Millionen Pfund (82 Mio. Euro) liegen soll.

Der umstrittene italienische Besitzer Massimo Cellino bestätigte ein Offert gegenüber der "Yorkshire Evening Post". "Es gibt dieses Angebot", sagte Cellino, der wegen einer Verurteilung für Steuerhinterziehung in seiner Heimat von der englischen Fußball-Liga bis Saisonende gesperrt ist. Cellino war 22 Jahre lang Besitzer von Cagliari Calcio gewesen, verkaufte den Serie-A-Klub aber 2014. In dieser Zeit erwarb er sich den Spitznamen "Trainerfresser" - nicht weniger als 36 Übungsleiter wurden währen Cellinos Ära in Cagliari verbraucht. In Leeds entließ er den früheren Sturm-Graz-Trainer Darko Milanic im Herbst nach nur 32 Tagen im Amt.

Leeds United, 1969, 1974 und 1992 englischer Meister, verfügt über ein großes Fan-Potenzial, ist wegen finanzieller Probleme 2007 aber bis in die Drittklassigkeit abgestürzt. Drei Jahre später gelang der Wiederaufstieg in die Championship. In der zweithöchsten Spielklasse liegt der zweifache Europacup-Finalist derzeit auf Rang 14 im gesicherten Mittelfeld.

Hochrangige Vertreter von Red Bull sollen laut "Daily Mirror" zuletzt das Stadion an der Elland Road besucht haben. Eine Übernahme könnte laut dem Boulevardblatt "in zwei bis drei Wochen" erfolgen. Nur noch einige Hürden seien demnach zu überwinden. Eine davon sei, dass Red Bull Klarheit darüber wolle, ob man neben Salzburg und Leipzig in einen dritten Klub involviert sein könne, ohne UEFA-Regularien zu brechen.

Neben den europäischen Standbeinen mit Österreichs Meister und dem ambitionierten deutschen Zweitligisten Leipzig betreibt Red Bull auch Fußball-Unternehmungen in Brasilien und den USA. Red Bull Brasil ist mittlerweile in die höchste Spielklasse des Bundesstaates Sao Paulo aufgestiegen, Red Bull New York seit Jahren in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) tätig. (APA/red - 5.4. 2015)

  • Leeds-Zampano Massimo Cellino prüft ein Angebot, das laut Red Bull nicht existiert.
    foto: ap/vasini

    Leeds-Zampano Massimo Cellino prüft ein Angebot, das laut Red Bull nicht existiert.

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