Bananenrepublik: Kritik an Heta-Moratorium

4. April 2015, 18:34
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Der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen hält mit seinem Unmut über den Zahlungsstopp nicht hinterm Berg

Wien - Immer mehr Kritiker aus Deutschland bemängeln, dass die österreichische Bundesregierung kein Geld mehr in die Hypo-Abbaugesellschaft Heta steckt. Aktuell ist es der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, der Österreich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk vorwirft, sich aus der Verantwortung zu stehlen: "Österreich hat die europäische Bankenabwicklungsrichtlinie fehlerhaft in nationales Recht übersetzt - mit dem Ziel, sich aus der Verantwortung zu stehlen."

Die Hypo-Abbaugesellschaft Heta hat bei deutschen Banken Verpflichtungen in der Höhe von 7,1 Milliarden Euro. Deutsche Banken und Versicherungen fürchten nun, um ihr Geld umzufallen.

"Wie eine Bananenrepublik"

Walter-Borjans schreckt dabei auch nicht vor harten Worten zurück. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagt er auf die Frage, wie und ob der österreichische Fall auch in Asien wahrgenommen werde: "Wenn hier irgendwo der Eindruck entsteht, hier verhält sich jemand wie eine Bananenrepublik, dann ist das in der Finanz-Szene Asiens natürlich irgendwann eine Nachricht". (red, derStandard.at, 4.4.2015)

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