Heta beschert Hypo Salzburg Verlust

3. April 2015, 17:08
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Die Bank musste in Bilanz 2014 wegen Hypo-Bad-Bank rund 15,5 Millionen Euro zurückstellen

Salzburg/Klagenfurt/Wien - Der am Freitag veröffentlichte Jahresbericht der Hypo Salzburg für 2014 weist einen Konzernverlust von 10,6 Mio. Euro aus. Hauptgrund für das Minus: Wegen des Heta-Zahlungsstopps mussten 15,5 Mio. Euro an Rückstellungen gebildet werden. Wegen des Verlusts wird für 2014 auch keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Nach UGB (Unternehmensgesetzbuch) weist die Hypo-Bilanz einen Jahresfehlbetrag von 4,9 Mio. Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 0,5 Mio. Euro aus. Nach Auskunft der Bank hat sich das EGT in den vergangenen fünf Jahren jeweils zwischen 14 bis 16 Mio. Euro bewegt. Welche Rücklagen im Jahr 2015 berücksichtigt werden müssen, sei aus jetziger Sicht nicht abschätzbar.

Die Hypo Salzburg hat einen Haftungsanteil in der Höhe von 175 Mio. Euro übernommen, um die Liquidität der Pfandbriefstelle zu erhalten. Die Bank betont im Jahresbericht erneut, über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um eventuellen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mehrheitseignerin der Bank ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, das Land Salzburg hält 8,16 Prozent.

Druck auf Landeshypos steigt

Die Finanzmarktaufsicht FMA hat zuletzt ihren Druck auf die Landeshypos erhöht, sie müssen beschließen, wie sie ihre Verpflichtungen der Pfandbriefstelle gegenüber erfüllen wollen. Es geht dabei immer darum, dass die Banken durch ihre Zahlungen die ihnen vorgeschriebenen Eigenmittelerfordernisse nicht unterschreiten.

In ihrem diesbezüglichen Aufforderungsschreiben der FMA an die Hypos wurde zart angedeutet, dass die Aufsicht bei weiteren Verzögerungen der Problemlösung Frühinterventionsmaßnahmen gemäß neuem Bankenabwicklungs- und Sanierungsgesetz BaSAG ergreifen könnte. Vor Inkrafttreten des BasAG im Jänner konnte die Aufsicht nur dann eingreifen, wenn es bereits zu Vorschriftsverletzungen gekommen ist - jetzt kann sie quasi vorbeugend eingreifen. (APA; gra, DER STANDARD, 4.4.2015)

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