Aucon-Geschäftsführer vermutet Druck auf Staatsanwaltscchaft

3. April 2015, 15:29
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Liebentritt fühlt sich zu Unrecht von Justiz "verfolgt" - Offener Brief an die Staatsanwaltschaft mit 14 Fragen - Vorwurf des "Mandatskaufs" an Kaufmann-Bruckberger

Wien - Der Geschäftsführer der Aucon, jener Gesellschaft, die für BAWAG und ÖGB den Seenverkauf an das Land Kärnten durchgeführt hat, fühlt sich von der Justiz zu Unrecht "verfolgt". In einem offenen Brief an die Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA wirft Heinz Liebentritt jetzt unter anderem die Frage auf, ob die WKStA von der Politik unter Druck gesetzt wird.

Liebentritt sieht sich als "Bauernopfer", während er der Justiz unterstellt, Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger zu schützen. Dies erfolge offenbar "zum Schutz hochkarätiger Politiker und Expolitiker". Er wil nun unter anderem wissen, wann "der scheinlich gegebene Schutzschild von Frau Kaufmann-Bruckberger abgezogen wird", warum die WKStA dem Finanzamt Baden Mödling bezüglich der nicht bezahlten Steuern für das 700.000 Euro betragende Honorar für Kaufmann-Bruckberger von einer "Verjährungsangelegenheit" spreche, ob es ein "Netzwerk in den seitens der ÖVP geführten Ministerien für Inneres und Justiz" gebe und vieles mehr.

"Erkaufung eines politischen Amtes"

Liebentritt betont in dem Schreiben auch, dass gegen Kaufmann-Bruckberger eigentlich auch wegen "Erkaufung eines politischen Amtes" ermittelt werden müsste. Er habe diesbezüglich eine Anzeige eingebracht, da der Zusammenhang zwischen dem Kassieren des Honorars zum Zwecke der Weiterleitung an den damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und der Reihung Kaufmann-Bruckbergers auf Platz sieben der BZÖ-Nationalratswahlliste 2008 offensichtlich sei. (APA, 3.4.2015)

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