Per Periskop ins Leben der anderen

5. April 2015, 09:00
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In der neuen Livestream-App wird derzeit fleißig geübt

Ein Periskop erlaubt, aus der Deckung heraus die Umgebung zu beobachten. Neuerdings gibt es das Sehrohr auch als App: "Periscope" lässt iPhone-Nutzer auftauchen wie ein U-Boot und Zuseher an ihrer Welt per Livestream teilhaben. Anwendungen für Livestreaming sind freilich nicht neu, und doch lässt diese hoffen, sie könnte der Volkswagen unter den Streaming-Apps sein. Liveübertragungen für alle, vielleicht sogar die Killer-Applikation im US-Wahlkampf.

Einstweilen wird fleißig ausprobiert: Frühstück machen, Wetter beobachten, Klavier üben, Schallplatten spielen, Straßenszenen und Sehenswürdigkeiten zeigen, ein Konzert übertragen. Zuseher können dem Sender Kommentare schicken und so auf die Übertragung Einfluss nehmen. Anders als bei Konkurrent "Meerkat" kann man die Streams 24 Stunden lang ansehen.

Die Macher wollten etwas schaffen, das Teleportation am nächsten kommt. Das ist gelungen. (sb, DER STANDARD, 4.4.2015)

  • Am Bild links startet der Sender einen Livestream, rechts spielt der Zuseher den bereits beendeten nochmals ab.
    foto: periscope

    Am Bild links startet der Sender einen Livestream, rechts spielt der Zuseher den bereits beendeten nochmals ab.

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