"Die Dividende geht an die Gesellschaft"

6. April 2015, 09:00
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Corporate Social Responsibility (CSR) als Versuch, unpopuläre oder ökonomische Unternehmensentscheidungen zu kaschieren oder als tatsächlich gelebte soziale Verantwortung?

CSR und Nachhaltigkeit spielen bei Coca-Cola nicht nur in der Unternehmenskommunikation, sondern vor allem in der Unternehmensphilosophie eine zentrale Rolle. Die Ziele, die sich Coca-Cola mit seinen CSR-Aktivitäten gesetzt hat sind Optimismus und Lebensfreude zu verbreiten. Zugegeben, das klingt nach einem recht hehren Ziel.

Doch warum sollte ein Unternehmen Anstrengungen in Kauf nehmen und in Bereichen aktiv werden, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben? Die Antwort: um gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten. Dazu bedarf es jahrelanger Arbeit und CSR-Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses. Denn gerade ein global agierendes Unternehmen wie Coca-Cola ist abhängig von der Vielzahl an zufriedenen Kunden, die unseren Produkten schon jahrelang vertrauen und unsere Werte teilen.

Einfluss - worauf und wie?

Viele CSR-Aktivitäten haben jedoch keinen Einfluss auf Unternehmenszahlen. Sie passieren aus der gesellschaftlichen Verantwortung heraus. Dieser sollte jedes Unternehmen im Rahmen seiner Möglichkeiten nachkommen. In unserer Gesellschaft engagieren sich viele für ihre Mitmenschen, sind unentgeltliche Helfer beim Roten Kreuz, der Bergrettung oder trainieren Kinder im Fußball. Diese Menschen erwarten sich kein Geld oder sonstige geldwerte Entlohnungen für ihre Dienste. Diese Dienste sind notwendig, um unsere Gesellschaft am Leben zu erhalten. Wir sind der Meinung, dass auch Unternehmen Aktivitäten ohne ökonomischen Hintergedanken setzen sollten. Ist es nicht mehr als fair, der Gesellschaft etwas zurückzugeben?

Seit 2007 ruft Coca-Cola gemeinsam mit dem NPO-Kompetenzzentrum der WU Wien und der STANDARD mit "Ideen gegen Armut" Einzelpersonen und Unternehmen auf, Ideen gegen die grassierende Armut einzureichen. Die Dotierung richtet sich nach den Jahren des Bestehens von Coca-Cola in Österreich. Seit 1929 ist Coca-Cola in Österreich vertreten - somit stellt Coca-Cola in diesem Jahr 86.000 Euro zur Verfügung.

Unterstützung für Startups

Das macht "Ideen gegen Armut" zum größten Social Business Award für Startups in Österreich. Wie kaum ein anderes Projekt verkörpert "Ideen gegen Armut" den vorhin genannten Leitsatz "To inspire moments of optimism and happiness". Wir sind gerne Partner, weil hier Unternehmertum gefördert wird, das mit geringen Ressourcen einen starken Output mit großer sozialer Wirkung erzielt. Zugegeben, keine leichte Aufgabe, aber Beispiele aus den vergangenen Jahren zeigen, dass dieser Ansatz von Erfolg gekrönt sein kann. Wir erwarten uns daraus auch keine Dividende, die fließt hier in die Gesellschaft.

Bei manchen Aktivitäten in Sachen Corporate Social Responsibility ist es legitim, diese nach dem Motto "Tu Gutes und rede darüber" bekannt zu machen. Eines muss jedoch jedem Unternehmen bewusst sein: Nicht jedes CSR-Thema eignet sich für PR-Zwecke. Manchmal ist weniger mehr, ist leise oder gar keine Kommunikation gefragt. Das passiert auch bei Coca-Cola so. (DER STANDARD, 4,/5.4.2015)

Philipp Bodzenta ist Director Public Affairs & Communications Central Europe bei Coca-Cola.

Ideen gegen Armut 2015 können jetzt eingereicht werden: www.ideen-gegen-armut.at

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