Russische Kampfposter müssen YotaPhone bewerben

3. April 2015, 10:19
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Der Guardian konnte mit bezahlten Trollen sprechen, die indirekt für Putin arbeiten

In letzter Zeit dringen immer mehr Details über jene bezahlten russischen Kampfposter, die das Netz mit kremlfreundlichen Kommentaren überschwemmen sollen, ans Licht: Vor etwas mehr als einer Woche berichteten zwei russische Zeitungen über die Funktionsweise der "Internet Research Agency", die einem engen Freund des russischen Präsidenten Vladimir Putin gehört. Jetzt war der Guardian in der Lage, zwei Mitarbeiter der Abteilung zu treffen.

Putins Lieblingshandy

Sie berichten, dass sie neben politischer Propaganda auch für das russische Smartphone Yotaphone werben mussten. Die Kampfposter sollten in IT-Medien und sozialen Netzwerken Stimmung für das Gerät machen. Dabei wurde "Putins Lieblingshandy" eigentlich auch ohne die Zusatzmaßnahmen gut von europäischen und US-Medien aufgenommen. Das Smartphone mit zwei Bildschirmen ist künftig auch im österreichischen Einzelhandel erhältlich.

Staat beteiligt

Der russische Staat ist über ein Firmenkonglomerat an Yota beteiligt. Die Aussagen der Kampfposter implizieren laut TheVerge nicht, dass das Unternehmen aktiv an den Werbemaßnahmen für sein Gerät beteiligt war. Yota wollte noch keinen Kommentar abgeben. (fsc, 3.4.2015)

  • Russische Kampfposter mussten das YotaPhone bejubeln
    foto: ap/nukari

    Russische Kampfposter mussten das YotaPhone bejubeln

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