"Star Citizen": Mann gab über 22.000 Dollar für virtuelle Raumschiffe aus

3. April 2015, 10:31
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Wulf Knight bereut keinen investierten Cent

Chris Roberts' "Star Citizen" setzt auf ein ungewöhnliches Crowdfunding-Modell. Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne, die 2.134.374 Dollar einspielte, konnten Unterstützer weiter Geld investieren – unter anderem durch den Kauf virtueller Raumschiffe mit echtem Geld. Das Besondere an "Star Citizen" in dieser Hinsicht ist, dass diese Raumschiffe ungewöhnlich hohe Preise haben, die von vielen Spielern trotzdem bezahlt werden, um die Entwickler zu unterstützen. Angeboten werden Schiffe wie der M50 Interceptor (85 Dollar), der Starfarer Tanker (175 Dollar), der Drake Interplanetary Caterpillar (225 Dollar) und der Retaliator Heavy Bomber (250 Dollar).

Ein Schiff für 2.500 Dollar

Zu diesen Unterstützern zählt der IT-Spezialist Wulf Knight, der im Interview mit Wired verrät, dass er bis jetzt 22.501 US-Dollar in "Star Citizen" investiert hat. Er kauft jeden neuen Inhalt, der von den Entwicklern veröffentlicht wird, und gehört sogar zu den weltweit 200 Personen, die einen Javelin Destroyer für 2.500 Dollar erworben haben. Außerdem ist er Besitzer des 10.000 Dollar teuren Wing-Commander-Pakets, das 44 Raumschiffe und Zugang zu einer privaten VIP-Spaceship-Lounge, dem 1 Million Mile High Club, enthält.

Knight bereut keinen Cent davon. Er habe keine Schulden und die Ressourcen, so viel Geld für sein Hobby auszugeben. Man könne diesen Betrag auch in die Restaurierung eines Autos stecken. Er kenne Leute, die sich um 3.000 Dollar Paintball-Marker kaufen. Von den Entwicklern erwartet er sich keine Extraleistungen. Er lehnte sogar einen Tag mit Chris Roberts ab, da dieser sicher Besseres zu tun habe.

Gewaltiges Crowdfunding-Projekt

Bis dato konnte das Team von "Star Citizen" etwa 77 Millionen Dollar sammeln. Das Spiel soll 2016 erscheinen und alle derzeit zu hohen Preisen angebotenen Raumschiffe kostenlos zugänglich machen. Die momentan nur für Unterstützer zugängliche Version des Spiels ist aufgrund des Entwicklungsstandes noch sehr unvollständig und wird laufend um neue Spielmodule erweitert. Diese vielen Module könnten schlussendlich auch dafür sorgen, dass "Star Citizen" in seiner finalen Version 100 GB auf der Festplatte einnimmt. (ul, derStandard.at, 3.4.2015)

  • "Star Citizen" ist ein ambitioniertes Projekt, dessen Finanzierung von Fans getragen wird.
    bild: roberts space industries

    "Star Citizen" ist ein ambitioniertes Projekt, dessen Finanzierung von Fans getragen wird.

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