Was Technikerinnen vom Job erwarten

14. April 2015, 09:00
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Ein gutes Image des Arbeitgebers ist Frauen wichtiger als Männern

Nach wie vor verhältnismäßig niedrig ist der Anteil der Studentinnen in ingenieur- und IT-wissenschaftlichen Studienrichtungen. Bei der Wahl des Arbeitgebers gibt es Unterschiede zu männlichen Kollegen.

Das beginnt schon bei der Branche. Zwar gehört bei beiden Geschlechtern die Chemie- und Pharmabranche zu einer der beliebtesten, dennoch ist es eine Branche, die vor allem Frauen anzieht. Immerhin 52 Prozent der Frauen wollen dort arbeiten, bei Männern liegt der Anteil bei 24 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der Trendence Graduate Barometer des gleichnamigen Forschungsinstituts. Ebenfalls bei Frauen beliebt ist die Forschungs- und Entwicklungsbranche. 29 Prozent der Ingenieurinnen wollen sich dort bewerben, aber nur 11 Prozent der Männer.

Kulturelle Faktoren

Bei der Wahl eines Arbeitgebers legen Ingenieurinnen deutlich mehr Wert auf kulturelle Faktoren wie Wertschätzung, Kollegialität, Work-Life-Balance, Jobsicherheit, Chancengleichheit oder CSR (Corporate Social Responsibility).

Und so würde, wenn das Gehalt stimmt, nur jede fünfte Technikerin für einen Arbeitgeber mit schlechtem Image arbeiten – aber jeder dritte Techniker würde das tun.

Technikerinnen erwarten insgesamt 33.300 Euro Einstiegsgehalt brutto pro Jahr – das sind 5.200 Euro weniger als ihre männlichen Kommilitonen. Der Gender Pay Gap öffnet sich bereits hier.

Technikerinnen machen sich mehr Sorgen über die Zukunft als ihre männlichen Kollegen. Immerhin befürchten 29 Prozent der Absolventinnen, dass die Jobsuche schwierig werden wird, bei Männern teilen nur 19 Prozent diese Sorge.

Noch deutlicher ist der Unterschied bei einer langfristigen Prognose. Hier macht sich fast die Hälfte der Technikerinnen Sorgen über ihre berufliche Zukunft, bei den Technikern sind es nur knapp 20 Prozent. (ost, derStandard.at, 14.4.2015)

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