WhatsApp-Konkurrent Line erneut vor Börsengang

2. April 2015, 12:40
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Japanischer Dienst blies ersten Versuch im vergangenen Jahr ab

Der japanische WhatsApp-Konkurrent Line strebt einem Medienbericht zufolge nun doch an die Börse. Bei der Börse in Tokio seien entsprechende Unterlagen eingereicht worden, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag. Demnach peilt die Smartphone-App noch in diesem Jahr einen Börsengang in Tokio an. Auch eine Notierung in den USA sei weiterhin im Gespräch.

Bewertung auf über 8 Mrd. Dollar

Line könnte anschließend mit mehr als 8 Mrd. Dollar (7,44 Mrd. Euro) bewertet werden. Das Unternehmen selbst wollte den Bericht nicht kommentieren. Line hatte im vergangenen Jahr einen geplanten Börsengang abgeblasen. Es begründete den Schritt damit, sich zunächst weiter auf Wachstum konzentrieren zu wollen. Berichte nannten dagegen einen Streit mit dem Mutterkonzern, den japanischen Internetprovider Naver, als Grund.

Naver hatte die Anwendung 2011 ins Leben gerufen, nachdem durch die Tsunami- und Erdbebenkatastrophe landesweit die Telekommunikationsinfrastruktur stark beschädigt worden war. Über Line können Smartphone-Besitzer sich Nachrichten schreiben, kostenlos telefonieren und Fotos und Videos verschicken. Das Programm vereint damit Funktionen, die auch der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger-Dienst WhatsApp bietet. Line hat nach eigenen Angaben mehr als 560 Millionen Nutzer und ist auch in Deutschland verfügbar. (APA, 2.4.2015)

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