Thiem in Miami nach drei Sätzen gegen Murray out

2. April 2015, 11:10
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Österreichs Nummer eins verpasst im Viertelfinale nach Gewinn des ersten Satzes die Überraschung gegen den britischen Superstar

Miami/Wien - Österreichs Nummer eins, Dominic Thiem, hat im Kampf um den Einzug ins Halbfinale des mit 5,4 Millionen Dollar dotierten ATP-1000-Turniers in Miami die Sensation verpasst. Er verlor gegen den britischen Tenniskünstler Andy Murray mit 6:3, 4:6, 1:6

Thiem knallte Murray im ersten Satz die Bälle um die Ohren, holte sich früh das Break zum 3:1 und servierte in der Folge eiskalt mit der zweiten Chance zum Satzgewinn aus. Der Brite zupfte sich immer wieder an der rechten Schulter, wohl eher ein mentales als ein physisches Problem.

Knapper zweiter, klarer dritter Satz

Den zweiten Durchgang eröffnete Murray mit einem Break zum 2:0. Thiem schuftete aber weiter wie ein Berserker und kämpfte sich bis auf 4:5 heran, um den Satz dann doch noch abzugeben.

Im Entscheidungssatz dann klare Kräfteverhältnisse: Murray zeigte Thiem sofort, in welche Richtung sich das Match entwickeln sollte. Nach einem Break kam Thiem bei 32 Grad in herrlicher Nachmittagssonne in Florida mehr ins Schwitzen, als ihm lieb war. Er machte nur mehr ein Game und verzeichnete viele unerzwungene Fehler.

Abputzen

Die Enttäuschung war bei Thiem aber nicht von langer Dauer. Der 21-Jährige wird sich dank des erstmaligen Einzugs unter die letzten acht des Masters-1000-Turniers in der Tennis-Weltrangliste um fast zehn Plätze verbessern und unter die besten 45 zurückkehren. Und wechselt nun mit viel Selbstvertrauen auf Sand, seinen Lieblingsbelag.

"Ich hatte einen sehr guten Start ins Match. Aber was ich da gespielt habe, ist noch nicht mein Standardlevel, darum ist mein Niveau dann auch etwas zurückgegangen", resümierte Thiem. "Murray spielt dieses Level immer, ich hatte zu viele Aufs und Abs." (vet/APA, derStandard.at, 1.4.2015)

  • Thiems Power von der Grundlinie hat auch Andy Murray zeitweilig das Fürchten gelehrt.
    foto: epa/lesser

    Thiems Power von der Grundlinie hat auch Andy Murray zeitweilig das Fürchten gelehrt.

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