Neuentdeckte Artefakte zeigen ägyptischen Einfluss auf Israel

2. April 2015, 07:00
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300 Tongefäße und eine Reihe von Schmuckgegenständen gefunden

Jerusalem - Im Süden Israels sind mehr als 3.000 Jahre alte Kunst- und Gebrauchsgegenstände der damaligen ägyptischen Hochkultur entdeckt worden, teilte die israelische Altertümerbehörde mit (eine Reihe Fotos finden Sie hier).

Die Ausgrabungen förderten neben über 300 Tongefäßen auch Schmuck, kleine Figuren und Amulette zutage. Aus diesen lasse sich schließen, dass die ägyptische Präsenz in der Region über 3.400 Jahre zurückreiche, teilte die Behörde mit.

In der ägyptischen Einflusssphäre

Amir Ganor, der die Ausgrabungen in einer Höhle nahe des Kibbuz Lahaw leitete, stellte den Fund vor Journalisten in Jerusalem vor: "Die Israeliten haben Ägypten verlassen, doch auch Jahre nach ihrem Exodus hat sie der ägyptische Einfluss nicht verlassen", sagte Ganor und spielte damit auf den im Alten Testament geschilderten Auszug der Zwölf Stämme Israels aus Ägpyten an. Dieser datiert nach jüdischer Überlieferung auf das 12. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.

Während Archäologen die einstige Präsenz der alten Ägypter im jetzigen Fundgebiet nördlich der Negev-Wüste bereits bewusst war, zeigte eine weitere kürzlich gemachte Entdeckung, dass diese auch noch weiter nördlich Spuren hinterließen. Auf einer Baustelle bei Tel Aviv fanden sich Teile von über 5.000 Jahre alten Gefäßen, die zur Herstellung von Bier genutzt worden waren. (APA/red, derStandard.at, 2.4. 2015)

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