"Graue Wölfe": Kritik an Linzer SPÖ soll Chefsache werden

1. April 2015, 15:44
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Genossen heulen Bundespartei an - Brief an SPÖ-Chef Faymann und Bundesgeschäftsführer Darabos

Linz – Die Debatte um angebliche Kontakte der Linzer SPÖ-Spitze zu den "Grauen Wölfen" – Anhänger der rechtsextremen türkischen Partei MHP – wollen die Genossen nun zur roten Chefsache erklären.

In einem Schreiben an SPÖ-Chef Werner Faymann und Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos fordern unter anderem der Schauspieler Harald Krassnitzer, Bundesbehindertenanwalt Erwin Buchinger und der Vorsitzende des Zukunftsfonds Kurt Scholz, bei der nächsten Sitzung des Bundesparteivorstandes das Verhältnis der SPÖ Linz zum Verein "Avrasya" zu klären. Dieses Verhältnis wurde während der vergangenen Wochen öffentlich breit diskutiert: Zahlreiche Prominente haben vom Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger eine Abgrenzung gefordert, weil sie den "Avrasya"als Vorfeldorganisation der "Grauen Wölfe" einstufen.

Luger hat seine Kontakte zu dem türkischen Verein bislang verteidigt: Er habe "weder politisch noch durch Behörden in den letzten zehn Jahren einen Anlass gehabt", diese Organisation als faschistisch zu bezeichnen. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 02.04.2015)

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