Kurzschluss am Large Hadron Collider behoben

2. April 2015, 17:41
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Metallfragment war schuld - Neustart fürs Osterwochenende angekündigt

Genf - Der Kurzschluss, der vergangene Woche den Neustart des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN in der Schweiz verzögert hat, ist behoben worden. Ein Metallfragment habe den vorübergehenden Kurzschluss in einem der gewaltigen Magnete im unterirdischen Beschleunigerring verursacht, teilte das Teilchenforschungsinstitut in Meyrin bei Genf mit.

"Nachdem alle Tests erfolgreich waren, sind wir nun zuversichtlich, den Neustart am Wochenende vollziehen zu können", erklärte der Technologie-Direktor von CERN, Frederick Bordry.

Was auf dem Plan steht

In künftigen Versuchen werden die Protonen mit doppelt so viel Energie aufeinandertreffen wie bei den früheren Durchgängen, die das lang gesuchte Higgs-Boson zu Tage förderten. Die Kollisionen fast bei Lichtgeschwindigkeit simulieren die chaotischen Zustände unmittelbar nach dem Urknall vor knapp 13,8 Milliarden Jahren, dem Beginn des Universums.

Mit dem verbesserten LHC wollen die Forscher unter anderem der unsichtbaren Dunklen Materie auf die Spur kommen. Diese stellt 96 Prozent aller Materie im Universum dar, die sichtbare Materie nur vier Prozent. Dunkle Materie konnte bisher nur indirekt durch ihre Wirkung auf sichtbare Objekte wie Galaxien nachgewiesen werden. (APA/red, derStandard.at, 1.4. 2015)

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