Journalisten klagen Polizei in Ferguson

1. April 2015, 11:05
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Auch STANDARD-Korrespondent Frank Herrmann darunter - Reporter sprechen von Verletzung der Pressefreiheit

Ferguson - Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 18-Jährigen im August 2014 suchten Unruhen und Proteste die Stadt in Missouri heim.

Drei Journalisten haben die dortige Polizei wegen ihrer harten Vorgehensweise in diesem Kontext verklagt: Lukas Hermsmeier (freier Journalist), Ansgar Graw ("Die Welt") und Frank Herrmann (DER STANDARD).

Sie waren während der Proteste im August festgenommen worden. Der Bezirk St. Louis und 20 Polizisten hätten das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verletzt und übermäßige Gewalt angewendet, heißt es in der Klageschrift. Hermsmeier und ein US-Journalist, der als Mitkläger auftritt, seien während der Proteste mit Gummischrot beschossen worden.

Die Polizei sagte zur Begründung der Festnahmen, die Menschen hätten Aufforderungen, sich zurückzuziehen, nicht rechtzeitig befolgt. Mehrere deutsche Branchenverbände hatten das Vorgehen der Polizei danach kritisiert. (red, derStandard.at, 1.4.2015)

  • Auch Fotograf Scott Olson von Getty Images wurde im August 2014 vorübergehend festgenommen.
    foto: reuters/joshua lott

    Auch Fotograf Scott Olson von Getty Images wurde im August 2014 vorübergehend festgenommen.

  • Unruhen in Ferguson nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 18-Jährigen.
    foto: ap/riedel

    Unruhen in Ferguson nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 18-Jährigen.

  • Frank Herrmann.
    foto: privat

    Frank Herrmann.

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