Wissenschaftlich gekocht: Wie der ORF seinen Auftrag 2014 erfüllte

1. April 2015, 06:13
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Auf 191 Seiten sagt der neue Bericht, wie das gelang

Wien - Wie hat der ORF seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllt, für den er Gebühren erhält? Das muss der ORF dem Kanzleramt und der Medienbehörde alle Jahre vor dem 1. April berichten. Auf 191 Seiten sagt der neue Bericht, wie das auch 2014 gelang.

Mit zwei Musterwochen illustriert der Bericht, welche anspruchsvollen Sendungen der ORF im Hauptabend zeigte - die verlangt das Gesetz. Unter "Thema", "Universum", "Report", dem Film "Keine Zeit für Träume", "Am Schauplatz", "Tatort" und "Stöckl live" finden sich da auch "Soko Kitzbühel", "Copstories" und "Under the Dome". Die Stephen-King-Serie lief auch im gebührenfreien ProSieben. Was natürlich kein Widerspruch zum Anspruch sein muss.

Der ORF sortiert Sendungen nach Genres und weist Anteile aus - etwa "Current Affairs, Politik, Magazine und Diskussionen" mit neun Prozent an ORF 1 und 2. Dazu zählt traditionell der "Report" ebenso wie die Tourismuspromotion Harry's liabste Hütten. Inzwischen wurde laut aktueller ORF-Auskunft "Harry's liabste Hütten" der Unterhaltung zugeordnet.

Unter Wissenschaft/Bildung/Lebenshilfe (neun Prozent) fallen "Universum", "Newton" und "Bürgeranwalt" wie Maggie Entenfellners "Zurück zur Natur" und Elisabeth Engstlers "Frisch gekocht".

Der Bericht listet auch kommerzielle Einnahmen 2014 auf: 365,8 Millionen Euro - davon 209 aus TV- und Radiowerbung, 12,5 Onlinewerbung, 41,6 Sonderwerbung, 13,3 mit Smartcards und elf Millionen mit den Lotterien. (fid, DER STANDARD, 1.4.2015)

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