Verletzt: Dani Pedrosa setzt Karriere aus

30. März 2015, 14:38
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Spanier nach dem Rennen in Katar: "Ich will nicht mehr leiden"

Wien - Noch am Sonntag wurde der Spanier Dani Pedrosa im Moto-GP-Rennen von Katar Sechster. Nichts deutete dabei auf eine Verletzung des Spaniers hin, die anschließende Pressekonferenz verriet Gegenteiliges: "Bis zum heutigen Tag habe ich gekämpft. Seit einem Jahr habe ich Probleme mit meinem rechten Arm und leide still unter den Schmerzen. Ich habe alles versucht, die Verletzung auszukurieren."

Auch eine Operation hätte Pedrosa nicht geholfen: "Es ist aber klar, dass ich so bei keinem Rennen mehr starten darf, weil ich nicht imstande bin, das Maximum zu geben. Mein Team kennt meine Probleme und es ist jetzt der Punkt gekommen, um loszugehen und eine Lösung zu suchen. "

foto: apa/epa/stringer
EIn Bild, das man länger nicht sehen wird, Pedrosa auf seiner Honda.

Der 156 cm große dreifache Weltmeister (125 cm³ bzw. 250 cm³) war einer der Favoriten für den WM-Titel. Der Spanier leidet am sogenannten Arm-Pump-Syndrom. Laut der italienischen Sportzeitung Gazzetta sah Pedrosa in Katar "vor Schmerzen Sterne" und sprach zwischen den Zeilen von Rücktritt, auch wenn das Wort "Rücktritt" offiziell nicht ausgesprochen wurde. Die italienische Zeitung schreibt auch, der 29-jährige Honda-Pilot hätte gesagt, er wolle nicht mehr so leiden.

Der Armpump tritt bei vielen Motorradrennfahrern auf, so auch bei Nicky Hayden und dem zurückgetretenen Colin Edwards. "Am Unterarm hat man eine Art Hülle. Man könnte sagen, dass sie alles einschließt. Wenn sich dann die Muskeln ausdehnen, wird der Blutkreislauf abgeschnitten. Es pumpt sich auf, wird zu dick und das Blut kann nicht mehr fließen. Ich habe mich schon vor langer Zeit operieren lassen." So erklärte Colin Edwards seinen Armpump dem Portal motorsport-total.com.

Viele lassen den Armpump nicht operieren, einige wie Edwards oder Pedrosa, versuchten es mit der Operation. (mdt; derStandard.at, 30.3.2015)

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