Isländische Regionalbank zusammengebrochen

30. März 2015, 11:00
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Bank Sparisjodur Vestmannaeyja

Reykjavik - Die isländische Landsbanki springt für die vergangene Woche zahlungsunfähig gewordene Sparkasse Westmänner-Inseln (Sparisjóður Vestmannaeyja) ein. Die Regionalbank mit Filialen in ganz Südisland ist eine der größten ihrer Art und war eine der wenigen, die den großen Bankenkollaps in Island im Jahr 2008 überlebt hatten.

Vergangene Woche geriet Sparisjóður Vestmannaeyja in eine akute Liquiditätskrise, nachdem sich herausgestellt hatte, dass hohe Kreditsummen ihrer Filiale in Selfoss nicht mehr einbringlich waren. Der genaue Fehlbetrag ist nicht bekannt, es handelt sich laut Medienberichten um einen hohen einstelligen Milliardenbetrag in isländischen Kronen, möglicherweise um eine Summe von rund 40 Mio. Euro.

Durch das Eingreifen der Landsbanki am Montag wurde die ansonsten notwendige staatliche Rettung durch die Republik Island verhindert. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Westmännerinsel-Sparkasse aufhorchen lassen, als der Leiter just der Filiale in Selfoss wegen des Verdachts, Millionenbeträge veruntreut zu haben, angeklagt wurde. Der Prozess ist noch in Gang. (APA, 30.3.2015)

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