"Tatort" mit Borowski – "Die Kinder von Gaarden": Top oder Flop?

Ansichtssache29. März 2015, 18:05
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Axel Milberg und Sibel Kekilli ermitteln in Kiel in einem Mordfall im Sozialbau

foto: orf / ard / christine schroeder

Der 60-jährige Onno Steinhaus wird in dem Kieler Bezirk Gaarden erschlagen aufgefunden. Außer einer Gruppe Kinder scheint niemand Kontakt zu dem verwahrlosten Mann gehabt zu haben. Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) schauen bei ihren Ermittlungen im Umfeld des Toten in einen Abgrund aus Armut und Gleichgültigkeit.

Die Vorgeschichte des Toten trägt dazu bei: Steinhaus war vorbestraft wegen Pädophilie. Von den Nachbarn will niemand gemerkt haben, dass bei ihm ständig Kinder ein und aus gingen und wilde Partys feierten. Die Polizei hat längst kapituliert. Brandts Ermittlungen fördern ein Video zutage, das den Jungen Timo Scholz (Bruno Alexander) in einer verfänglichen Situation mit Onno Steinhaus zeigt, und außerdem eine Szene, in der Steinhaus von den Kindern getreten und verlacht wird.

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"Das Thema Kinderarmut im eigentlich hübschen Stadtteil Gaarden habe sie interessiert, sagten die 'Tatort'-Autoren im Interview. Der Plot wirkt etwas großmaschig um die sozialen Beobachtungen herumgestrickt.", schreibt Dominik Kamalzadeh im STANDARD.

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Auf die Bekanntschaft zwischen Sibel Kekilli und Tom Wlaschiha, die beide in der HBO-Serie "Game of Thrones" mitspielen, weist spiegel.de hin: "Ganz amüsant" sei deren Geplänkel. Darüber hinaus scheitere der "Tatort" allerdings: "Da kippt der Prekariats-Western dann doch ins Problemfilmchen."

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foto: orf / ard / christine schroeder

"Ein bisschen triefnasig geraten", urteilt die "Neue Zürcher Zeitung", "aber spannend geschnitten".

Wie hat Ihnen diese Folge gefallen? Top oder Flop? (red, derStandard.at, 29.3.2014)

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