Isländer-Genome zeigen: Gut 1000 Gene sind nicht lebenswichtig

28. März 2015, 10:28
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Reykjavík - Seit 19 Jahren gibt es die umstrittene isländische Biotech-Firma deCode, die aus den genetischen und medizinischen Daten der Inselbewohner neue Erkenntnisse gewinnen und damit Geld machen will. Die von Kári Stefánsson gegründete Firma lieferte bereits neue Aufschlüsse über genetische Varianten für Diabetes oder Krebs.

Nun hat man die Genome von 2636 Isländern sequenziert und berichtete in mehreren Artikeln in "Nature" und "Nature Genetics" darüber. Gefunden hat man ein neues Risiko-Gen für Alzheimer; außerdem entdeckte man indirekt, dass unser letzter gemeinsamer männlicher Vorfahre vor 239.000 Jahren lebte - und dass es gut 1000 Gene (von rund 20.000) zu geben scheint, ohne die wir notfalls leben könnten. (tasch, DER STANDARD, 28.3.2015)

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