Laufenberg startet: Ein Tag mit 13 Uraufführungen

27. März 2015, 17:15
1 Posting

Neue Intendantin des Schauspielhaus Graz startet Saison mit ambitioniertem Eröffnungsfest

Graz - Gleich mit 13 Uraufführungen, und zwar alle an einem einzigen Tag, startet die neue Intendantin des Grazer Schauspielhauses, Iris Laufenberg, im Herbst in ihre erste Saison. Bei einem Eröffnungsfest am 12. September werden 13 Kurzstücke von 14 Autoren gezeigt, darunter Thomas Arzt, Clemens Setz und Ferdinand Schmalz, das Autorenduo Moritz Rinke und Mario Salazar, Roman Sikora, Nicoleta Esinencu, aber auch etablierte der älteren Generation wie Peter Turrini.

Laufenberg, bisherige Schauspieldirektorin in Bern und Nachfolgerin Anna Badoras, die ihrerseits im Herbst das Wiener Volkstheater übernimmt, stellte am Freitag in einer Pressekonferenz auch ihre Chefdramaturgin Karla Mäder vor, die aus Bern mitkommt.

Theater der Zeitgenossen

Die beiden Frauen wollen das Schauspielhaus "programmatisch als ein Theater der Zeitgenossen" positionieren. Mäder betonte, dass sie mit "großer Freude in so eine Stadt mit so einer frischen Energie" komme. Man nehme einerseits Leute mit, "die man kennt und schätzt" (Mäder), wolle aber auch die Grazer Autoren-Tradition, etwa durch Zusammenarbeit mit den Leuten um den Retzhofer Dramapreis, in dessen Jury Laufenberg sitzt, pflegen.

Anna Badora nimmt acht Schauspieler und Schauspielerinnen von Graz nach Wien mit. Laufenberg bringt ihrerseits mindestens fünf durchwegs junge Mitglieder des Berner Ensembles nach Graz: die Schauspielerinnen Henriette Blumenau und Julia Gräfner sowie die Männer Benedikt Greiner, Pascal Goffin und Andri Schenardi. Von den Grazer Publikumslieblingen bleiben Gerhard Balluch, Florian Köhler, Franz Solar und Franz Xaver Zach an der Mur.

Das Ensemble werde aus 18 Personen bestehen - einige Verträge werden noch verhandelt. Im Regieteam ist Nina Gühlstorff, die das Eröffnungsfest konzipiert. Mit dem Steirischen Herbst wird gleich in der ersten Saison kooperiert. Unter Badora kam dies nur im kleinen Rahmen vor. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 28.3.2015)

Share if you care.