Erneut Luftangriffe auf Huthi-Rebellen im Jemen

27. März 2015, 10:44
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Angriff von Kampfflugzeugen der arabischen Allianz auf den Präsidentenpalast in Sanaa - Iran protestiert

Dubai - Einen Tag nach Beginn saudischer Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen sind Stellungen der Aufständischen am Freitag offenbar erneut von Kampfflugzeugen angegriffen worden. Ziel sei der von den Schiiten besetzte Präsidentenpalast in der Hauptstadt Sanaa gewesen, berichteten Einwohner. Zugleich seien zwei Bezirke der nördlichen Heimatprovinz der schiitischen Rebellen unter Beschuss genommen worden, sagten Angehörige der dort ansässigen Stämme. Getroffen worden sei unter anderem ein Markt in Kataf al Boka in der Provinz Saada. Dort seien 15 Menschen getötet oder verletzt worden.

Mit der militärische Intervention der vom mehrheitlich sunnitischen Saudi-Arabien angeführten arabischen Allianz hat sich der Bürgerkrieg im Jemen zu einem internationalen Konflikt ausgeweitet. Der Iran protestierte scharf gegen die Angriffe. Der mehrheitlich schiitische Iran unterstützt nach Einschätzung westlicher Staaten und Vertretern der jemenitischen Regierung die Huthi-Rebellen, die gegen den jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi kämpfen. Die Führung in Teheran weist den Vorwurf zurück. (Reuters, 27.3.2015)

  • Proteste in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gegen die Luftangriffe der arabischen Allianz unter Führung Saudi-Arabiens.
    foto: reuters/khaled abdullah

    Proteste in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gegen die Luftangriffe der arabischen Allianz unter Führung Saudi-Arabiens.

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