Air Berlin tief in roten Zahlen

27. März 2015, 10:30
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Die angeschlagene Fluggesellschaft ist nach Ausweitung des Verlusts 2014 für das heurige Jahr dennoch positiv gestimmt

Berlin - Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin rechnet nach einer Ausweitung des Verlusts 2014 mit einer spürbaren Verbesserung des Ergebnisses in diesem Jahr. Grund sei die Neuausrichtung des Geschäftsmodells, teilte der Lufthansa-Rivale am Donnerstagabend mit. Nächstes Jahr will die Airline so wieder schwarze Zahlen. 2014 rutschte der Konzern jedoch wegen hoher Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen noch einmal tiefer in die Verlustzone. Nach vorläufigen Angaben betrug der operative Verlust (Ebit) 278,8 bis 303,8 Millionen Euro nach einem Minus von 231,9 Millionen Euro im Vorjahr. Netto lag das Minus demnach im Bereich von 361,7 bis 386,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 315,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg leicht auf 4,16 Milliarden Euro.

Ergebnis unter Erwartungen

Insgesamt liege das Unternehmensergebnis für 2014 deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen von AirBerlin, räumte Deutschlands zweitgrößte Airline ein. Konzernchef Stefan Pichler, der den Posten im Februar antrat, gab sich jedoch zuversichtlich: "Die negative Performancespirale vergangener Jahre werden wir in 2015 durch eine Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells durchbrechen." Im ersten Quartal werde das bereinigte operative Ergebnis um etwa 25 Millionen Euro besser ausfallen als vor einem Jahr, als ein Verlust von 182,8 Millionen Euro zu Buche gestanden habe.

Air Berlin steckt wegen eines übereilten Expansionskurses tief in der Krise. Die arabische Airline Etihad kaufte 2011 knapp 30 Prozent der Aktien und hält die Berliner seither mit Finanzspritzen in der Luft. Pichler legte ein weiteres Sanierungsprogramm auf, mit dem operativ 2016 der Sprung in die schwarzen Zahlen gelingen soll. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Netzplanung, der Vertrieb und das Festsetzen der Preise.

Die endgültigen Zahlen für 2014 sollen im April veröffentlicht werden. (APA, 27.3.2015)

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